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Einmal Gedanken sortieren || Blogumbau, neue Motivation und alte Vorwürfe

Letzte Woche habe ich mein Blog ein wenig umgebaut. Es gibt jetzt eine Startseite die Stammleser und neue Leser begrüßt. Außerdem gibt es neue Kategorien, auch die über mich Seite wurde überarbeitet und eine neue Seite „Über Punkte & Pink“ kam noch dazu. Ob die Veränderungen jetzt auch für neue Blogmotivation sorgen bleibt noch offen.  Was ich aber weiß ist dass mich dieses lähmende und bleierne Gefühl der letzten Wochen und Monate langsam verlässt. Das gibt wieder Raum für die Gedanken und Kreativität.

Trotzdem möchte ich das Thema, was mich so wütend gemacht hat hier aufgreifen. Um damit für mich abzuschließen. Es geht dabei um nichts Geringeres als die Debatte im letzten Jahr dass Elltern, insbesondere Mütter, mehr Arbeiten sollen. Vor allem aber die Kommemtare unter entsprechenden Beiträgen auf Social Media. Von Männern, von Frauen ohne Kinder und auch von anderen Müttern. Die alle den selben Vorwurf mit sich brachten: Mütter die sich dafür entscheiden bei ihren Kindern zu bleiben sind faule Schmarotzer. Die erwarten dass die Allgemeinheit für sie alles bezahlt. Ein Vorwurf gegenüber Müttern der nicht neu ist, und mir gegenüber schon fiel bevor ich überhaupt Kinder hatte.

Damals unterhielt ich mich gerade mit einem Mann darüber warum ich keine Weiterbildung machen würde. Zu dem Zeitpunkt war ich in meinem letzten Job  als Verkäuferin in Teilzeit gerade gekündigt worden. Im Krankenstand und nach Abgabe der Folgebescheinigung vom Arzt. Bei dem Thema Weiterbildung war ich also davon abhängig ob das Jobcenter diese für Sinnvoll erachtet. Genau das sagte ich dem Typen mit dem ich damals privat Sprach. Seine Antwort darauf war eine weitere Frage: „Du möchtest also Ehefrau werden?“ – Ob daran verheiratet zu sein was falsche sei, war meine Gegenfrage als Antwort. Dann begann ein Vortrag darüber das Frauen sich in solchen Fällen meist aushalten lassen von ihren Männern. Vor allem dann wenn Kinder im Spiel sind. Sie bekämen dann oft ein Kind nach dem anderen um nicht mehr arbeiten zu müssen. Ich solle mir nur eine gemeinsame bekannte ansehen bei der ich zu der Zeit oft zum Babysitten war. – Da ich aber auch so viel mit Familien und Kindern zu tun hatte hatte ich immer ein sehr reales Bild davon was Eltern, und vor allem die Mütter mit mehr als einem Kind, die zuhause bei ihren Kindern blieben, alles zu tun hatten. Und genau das sagte ich ihm auch. Danach war unser Gespräch relativ schnell beendet.

Ungefähr eineinhalb Jahre später führte ich ein ähnliches Gespräch mit einem anderen Mann. Damals war ich gerade als Fotografin angestellt. – Etwas worauf ich die letzten Monate davor hingearbeitet habe. Da ich mich eh für die Fotografie interessierte und schon Fotos machte war es für mich leicht mir das nötige wissen und können autodidaktisch mit Hilfe des Internets zu vermitteln. By the way ohn irgendwelche Kurse und Coachings kaufen zu müssen. Das Internet war einfach so voll mit Wissen das nicht hinter bezahl Buttons lag. Heute kaum noch vorstellbar. – Zurück zu dem Gespräch eineinhalb Jahre später: Ein anderer Mann, der selbe Vorwurf und meine Ahnung dass selbst Kita Plätze oft nicht genügen. Immerhin wusste ich schon viel klarer dass ich gerne so lange wie es geht zu Hause bleiben möchte. Am liebsten auch dauerhaft von dort auch aus arbeiten will um eben voll für eigenen Kinder da sein zu können. Er meinte das wäre Blödsinn. Eine Anstellung brächte viel mehr Geld in die Kasse und um das Kind könnten sich dann ja die Großeltern kümmern. Auch in den Ferien selbst wenn diese auch noch selbst arbeiten würde. Jaaha… solche Unterhaltungen fanden schon vor 12 Jahren statt. Die Mutter des besagten Kerls hatte dafür aber auch ganz passende Arbeitszeiten, immer hin. Morgens um neun war sie nach vier Stunden arbeiten als Reinigungskraft auch schon fertig.

Zurück zur gesellschaftlichen Debatte heute und dem Wert den wir Müttern bei Messen die sich gegen den Job und für ihre Kinder entscheiden. In der ganzen Diskussion um mehr Arbeit und Kürzungen von Leistungen, beschleicht mich der verdacht dass es gar nicht mehr gewünscht ist das Familien in gesunden Strukturen leben und wachsen können. Währenddessen schreien Feministinnen „Dank, uns habt ihr endlich die Wahl!“. – Ja stimmt, wir dürfen uns entscheiden. Die einen entscheiden sich ganz frei und froh für ihren Job und die andere eben für ein Leben rund um Kinder und Haushalt. Am Ende des Tages verdient beides seinen Respekt. Denn wir leisten ausnahmslos alle etwas Großartiges. Jeden Tag. Egal ob im Job und auf der Karriereleiter oder nur zu Hause bei den Kindern und im Haushalt.

Ich freu mich über Kommentare!

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