Inspiration

Hochzeitsfotografie

Meine Erfahrung hinter der Kamera & Tipps für Paare, die sich trauen.

Hochzeit fotografisch festhalten würde, sagte ich sofort zu. Ohne überhaupt konkret zu wissen was die beiden sich vorstellten. Also schlug ich den beiden aber ein Vorgespräch vor um eben ihre Vorstellungen und meine Möglichkeiten abzuklären. – Leider vergeblich.
Stattdessen telefonierte ich zwei Wochen (nur!!) vor der Hochzeit mit dem Bräutigam. Ein Vorgespräch fand er sinnlos man kannte sich ja und eh man wollte nur eben ein paar Bilder haben die den Tag dokumentieren. Dafür lohne sich kein Profi, die seien dafür ja auch überbezahlt.

„Du bist als Gast eingeladen. Nicht als Fotografin.“ – War seine Aussage.
Gäste lädt man ein. Fotografen bucht man. – Und ich habe mich dann auch als Gast verhalten und trotzdem wie Fotograf abgeliefert. 300 Bilder, 100 davon bearbeitet. Bezahlt wurde ich nicht (ich war ja Gast), und ein Danke blieb ebenfalls aus – dafür harte Kritik, weil die Bilder doch nicht gefielen – und die Einwilligung zur Veröffentlichung nahm man auch zurück. Man gab sie mir vor meiner Zusage und zog sie beim Nachgespräch am Telefon wieder zurück. Wir verblieben dann aber so, dass es noch ein Paar Shooting im Brautkleid und Anzug geben würde und die Bilder dürfte ich dann auch zeigen. Nach ein paar Wochen fragte ich diesbezüglich noch mal wegen einem Termin nach. Hier teilte mir das Paar mit dass es die Fotos nun doch bei jemand anderem gemacht hat. – Sehr frustrierend!

Um euch ein solches hin und her zu ersparen habe ich mal ein paar Punkte zusammen geschrieben. Von dem was mir danach persönlich wichtig wurde, bei der Auswahl meines Hochzeitsfotografen. Wobei diese Wahl inzwischen bereits getroffen ist. Und auch wenn wir befreundet sind wird sie als Fotografin dabei sein, nicht als Gast.
Und vielleicht helfen diese Punkte ja auch euch weiter. Denn ich denke als ambitionierter Hobbyfotograf wird sicher jeder einmal die Frage nach der Hochzeitsfotografie zu hören bekommen. Und als Paar das sich traut möchte man ja auch nicht das böse erwachen, wenn man dann die Bilder endlich in den Händen hält. ;)

1. Vereinbart einen Termin zum Vorgespräch.
Egal ob Freunde oder Fremde vereinbart ein persönliches Vorgespräch. Plant rechzeitig und auch ruhig mit mehreren Fotografen. Hier könnt ihr einander kennenlernen und alle nötigen Fragen klären. Falls es die Zeit erlaubt, macht auch ein paar Probefotos.
Man Heiratet im besten Fall nur einmal und da sollte auch die Chemie zum Fotografen stimmen.

2. Macht einen Vertrag.
Ein Vertrag regelt die wichtigsten Details. Zahlungsabwicklung wenn es keine TFCD-Hochzeit ist. Termine: Standesamtliche Trauung, kirchliche Trauung, Afterweddingshooting. Nur Portraitfotografie oder gleich Reportage …
Insbesondere für die Veröffentlichungsrechte ist ein Vertrag von Vorteil. Empfehlenswert auch für Privateblogger, die gerne das eine oder andere Bild zeigen möchten. (Schließlich ist man doch stolz auf eine solche Arbeit.)

3. Gast oder Fotograf
Du kannst nicht Gast und Fotograf zugleich sein.Entweder bist du Gast, feierst mit und machst gelegentlich ein paar Aufnahmen oder du bist Fotograf und machst deine Arbeit. Als Fotograf bist du (zumindest bei der Hochzeitsreportage) das Auge des Brautpaares und hälst unter anderem die vielen kleinen Situationen und Details am Rande der Trauung und später Feier fest.

4. Informiere dich über die Kleiderordung bei der Hochzeit
Du bist zwar Fotograf aber trotzdem auch Teil der Gesellschaft und solltest dich wohlfühlen und nichts ist schlimmer als durch falsche Kleidung unangenehm aufzufallen. Gibt es eine Kleiderordnung oder ein bestimmtes Motto (Rockabilly, Mittelalter …)solltest du möglichst selbst auch dementsprechend gekleidet sein. Gibt es keine Kleiderordnung tut es auch etwas schickes, schlichtes in dem du dich wohlfühlst. Frauen sollten allerdings dabei darauf achten das Kleid oder Rock nicht zu kurz ausfallen.

5. Mache dir eine Liste der gängigen Motive für Hochzeiten
Ausgegangen bei meiner Liste bin ich von Motiven auf die ich persönlich besonderen Wert lege. Von daher lässt sich die Liste ohnehin noch um viele persönliche Wünsche ergänzen.
– Kirche/Standesamt von außen
– Details wie Blumenschmuck/Deko im Standesamt, in der Kirche, am Auto, in der Partylocation
– Einzug der Braut
– Trauungszeremonie
– Ringtausch
– Hochzeitskuss
– Verlassen der Kirche/des Standesamtes
– Gratulationen vor der Kirche/Standesamt
– Brautstrauß
– Brautpaar mit Familie und Trauzeugen
– Übersichts- und Detailaufnahmen der Gäste
– Hochzeitstanz
– … und die vielen kleinen Dinge die an einem solchen Tag am Rand ablaufen. Ihr seid an diesem Tag das Auge des Paares. :)

Wenn ihr etwas googelt findet ihr zu dem Thema der Hochzeitsfotografie auch immer wieder hilfreiche Tipps und umfangreichere Listen die euch bestimmt weiterhelfen.

Ich freu mich über Kommentare!

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