Das Jahr geht mit schnellen Schritten auf sein Ende zu, bereit sein Staffelholz an das kommende 2019 abzugeben. Und so habe ich doch das Bedürfnis danach auf 2018 zurück zu schauen, und festzuhalten was passiert ist, wie man sich entwickelt hat und was gelernt wurde. Allerdings fällt es mir Jahr für Jahr im schwerer einen Jahresrückblick zu schreiben. Und damit bin ich sicher nicht allein. Ein Rückblick der sich nur auf die eigene kleine Welt konzentriert scheint für viele falsch zu sein. Weltpolitische Veränderungen gibt es nämlich viele, und Worte dafür nur wenige. Dabei passiert vermutlich nicht mehr als in all den Jahren zuvor. Es ist eben nur alles näher gerückt, Dank der medialen Präsenz.
Fest steht das was passiert sorgt für eine Menge Unsicherheit, und nicht ganz so viel Vertrauen dass 2019 doch wieder etwas besser wird. Und wenn man ehrlich ist, einfach so wird es das auch nicht werden. Denn damit es besser, vertrauensvoller und mit Hoffnungsschimmer, wird müssen wir alle unseren Beitrag leisten. Sei dieser noch so klein und unbedeutend erscheinend. – Ob das funktioniert kann und will ich nicht beurteilen. Darum soll es auch hier nicht gehen, schließlich ist das hier kein allgemeiner Rückblick auf 2018. Stattdessen möchte ich mit euch teilen was im Blog so los war und mich dieses Jahr gelehrt hat. Dieser Beitrag mag für einige daher genauso redundant erscheinen wie dieser Blog. Andere wird er hoffentlich bereichern und ein wenig glücklicher machen, mit dem Wissen dass sie womöglich nicht alleine dastehen mit dem was 2018 in ihrem Leben passiert ist. Außerdem ist es gerade in weniger schönen Zeiten wichtig an den guten Momenten und den lustigen Anekdoten fest zu halten.

Gebloggt in 2018
2018 habe ich wieder vermehrt gebloggt und, mit dem Freitags-Füller von scrapimpulse und 12 von 12 organisiert von Draußen nur Kännchen!, an wiederkehrenden Blogparaden teilgenommen. Statistisch konnte ich an 2015, das Jahr vor der Babypause anknüpfen, und es sogar noch übertreffen hinsichtlich der Zugriffe und Aufrufe auf den Blog. Dieses Jahr war damit auch das erste Jahr, in dem ich parallel zum Mamasein gebloggt habe. Ich bin selbst überrascht, wie viel ich eigentlich veröffentlicht habe. 103 Beiträge entstanden in diesem Jahr, ohne diesen hier. Das Bloggen ist inzwischen für mich zur absoluten Me-Time geworden. Es bereitet mir nach wie vor Freude, eröffnet mir neue Themenwelten, nützliche Tools im Austausch mit anderen Bloggern und bietet eine großartige Möglichkeit nicht nur meinen Alltag, sondern die Dinge zu teilen die mich beschäftigen und glücklich machen. Noch mehr Freude macht es mir wenn ich auf die Rückmeldungen schaue und sehe, dass ihr meine Beitrage mit Gewinn lest und sie euch ein wenig glücklicher stimmen konnten in eurem Alltag.
Wer mir schon länger folgt, weiß dass das Vorhaben einen Blog zu führen aus der Idee heraus entstand meine fotografische Arbeit mit euch zu teilen und euch damit zu inspirieren. Inzwischen ist dieser Ursprung nach hinten gerückt. Nun blogg ich mitten aus dem Mamaalltag mit all seinen Detail und lustigen Andekdoten. Noch sind meine Kinder klein, und meine Aufgaben sehr auf sie bezogen. Logisch, dass das auch den einen großen Themenblock liefert, ergänzt durch das Bullet Journal oder Intervallfasten. Noch habe ich keine Ahnung wo das alles hinführen kann. Ich weiß nur dass meine Kinder immer größer und meine Aufgaben im Zusammenhang mit ihnen weniger werden. Somit wird sich im Lauf der kommenden Jahre der Themenschwerpunkt der Beiträge, und damit des Blogs, ändern.

Persönlich in 2018
Neben dem Blog war wohl vor allem meine kleine Familie das wichtigste in 2018. Einen großen Teil machte dabei sicherlich die Baustellenphase um das Haus in dem wir wohnen aus. Der, dank den Bauarbeiten entstandene, Lärm sorgte bei den Kindern für den einen oder anderen ausgefallenen Mittagsschlaf. Das hieß für mich dann auch ich hatte zwischen 6.00 Uhr und 23.00 Uhr pausenlos mindestens einen Menschen um mich. Die größte Herausforderung dabei war, selbst nicht ganz in Vergessenheit zu geraten und sich trotzdem noch wenigstens fünf Minuten zum Durchatmen zu gönnen oder einfach um einfach ein Glas Wasser zu trinken.
In mitten dieser Zeit habe ich das Bullet Journal für mich entdeckt, was mich zur besseren Alltagsorganisation brachte. Aufeinmal hatte ich dann die Zeit die ich für mich, guten Gewissens auch haben wollte. Zwar nicht außer Haus bei einem Buch im Cafe, aber zu Hause bei Kaffee und kurzem Nichtstun während Mittagsschläfchen wieder möglich waren. Während sich so dann so langsam eine entspannte Routine einstellt wurden wir auch prompt wieder durchgeschüttelt und damit herausgerissen. Es musste ein neuer Kurs her und die Segel neu gesetzt werden. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass im Leben nichts Sicher ist und ein Bauchgefühl oft doch mehr recht behält.
Gelernt in 2018
Als Mama führt man ein fremdbestimmtes Leben. Das ist so. Darüber muss man nicht diskutieren. Es ist wichtig sich in mitten der Bedürfnisse der Kinder und dem bisschen Haushalt nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Wir sind alles nur Menschen und das ist okay! Wir haben auch Bedürfnisse, die erfüllt gehören.
Stichwort SELBSTFÜRSORGE. Die fängt nämlich schon beim Glas Wasser an. – Bei unseren Kindern kümmern wir uns doch auch sofort um alles. Außerdem habe ich gelernt dass ich niemals alles aufeinmal und dann auch noch zur gleichen Zeit und im selben Moment erledigen kann. – Ein Ding nach dem anderen!

… und sonst in 2018

Highlight in diesem Jahr war definitiv die Woche vom 22. Oktober bis zum 28. Oktober. Wir haben geheiratet und die Kinder hatten Geburtstag, den wir zum Abschluss dieser Woche zusätzlich noch mit den Paten und Großeltern gefeiert haben.
Ausblick 2019
Ich will alles aufeinmal, und am besten auch noch gleichzeitig! Das das nicht geht ist mir inzwischen bewusst. Trotzdem möchte ich versuchen im nächsten Jahr neben der Familienarbeit und dem Blog als virtuelle Assitenz ein paar Euro zum Familieneinkommen beizutragen.
Mal sehen, wie sich das einbauen lässt und was die Energiereserven dazu sagen.
