Mamakram · Rückblicke

Coronatagebuch || April 2020

Zum Wochenbeginn habe ich Kathas Isolationstagebuch gelesen. Davon inspiriert, möchte ich ihre Fragen aufgreifen und sie beantworten. Auch um diese besondere Zeit, die sicherlich gerade ihre Geschichte für die zukünftigen Geschichtsbücher schreibt, hier im Blog festzuhalten. Ähnlich wie Katha geht es auch mir. Trotz räumlicher Distanz fühlte ich mich vorher selten so nah an all den anderen dran. – Schließlich sitzen wir mit den Herausforderungen dieser Zeit alle im selben Boot. Zumindest irgendwie.

Seit wann sind wir zu Hause?

Da ich mit den Kindern, trotz ihrer 2 & 3 Jahre noch immer Zuhause war weil wir sie noch nicht in Fremdbetreuung haben und mein Mann noch immer Arbeiten kann erübrigt die Frage sich für uns fast. Trotzdem möchte ich sie beantworten. Denn Kontaktsperren und Abstandsgebote sorgen auch bei uns für Einschränkungen. – Wir sind also ebenfalls seit dem 16. März 2020 nur noch Zuhause.

Wie geht es uns?

Meine Standard Antwort: „Hier sind alle fit.“ Und auch sonst bin ich eher optimistisch gestimmt, wenn ich auch sehr achtsam und wachsam alles um Corona herum beobachte. Ohne die Kinder würde ich mich vermutlich in der Informationsflut verlieren. So funktioniere ich halt weiter und bleibe für meine zwei Chaoten stark.
Die Wichtigkeit vom Händewaschen ist auch schon bei meiner Tochter angekommen. Und sie fragt grundsätzlich jeden Tag nach ob jetzt alle wieder gesund sind, sie wieder raus und mit zum Einkaufen können. Letzteres fehlt auch mir sehr. In Form unseres wöchentlichen Familienwocheneinkaufes.

Wie oft gehen wir raus?

Ich geh mit den Kindern gar nicht mehr raus. Seit dem Osterwochenende gehen wir aber wieder in den Garten. Da sind wir wirklich in einer privilegierten Situation.
Mein Mann hingegen geht noch zur Arbeit raus und übernimmt den wöchentlichen Einkauf. Da wir schon seit langem für mindestens eine Woche unsere Mahlzeiten vorplanen ist die Umstellung für uns nicht ganz so groß was die Bevorratung angeht.

Was hat sich sonst verändert?

Wann kommt Tanja wieder? Oder wann sehen wir Oma & Opa wieder? Auch Fragen die mir meine Tochter täglich stellt. – Wir treffen uns nicht mehr mit anderen Leuten außerhalb unseres häuslichen Umfelds. Außerdem ist der geringfügige Job meines Mannes weggefallen. Dafür kann ich im Home Office uns mit Scentsy ein weiteres Standbein aufbauen. Und wir haben den Online Campus der Move Church entdeckt. Die Kinder lieben ihre halbe Stunde Kindergottesdienst am Sonntag inzwischen sehr.

WOMIT VERBRINGEN WIR UNSERE ZEIT?

Hier kann ich fast Katha zitieren. Denn auch ich habe nicht das Gefühl mehr Freizeit zu haben oder gar Langeweile zu verspüren. Dafür gibt es in unserem vier Personen Haushalt ganz gut zu tun. Und auch die Kinder fordern uns mehr. Dem versuche ich mit täglich wechselnden Nachmittagsbeschäftigungen entgegen zu kommen.

So malen wir viel. Es gibt ja unzählige Vorlagen zum Ausmalen. Wenn die Malbücher langweilig werden.

Malbuch Geschichte von Hurra Helden
Ich bin Coni #bleibgesund vom Mäuseverlag

Noch mehr kostenfreie Malvorlagen findet ihr >>hier<<.
Und die ersten kleinen Basteleinheiten werden eingeschoben.

Einmal pro Woche machen wir ein Filmnachmittag mit Popcorn und Disneyfilmen.

Serien

Bevor die Kinder alt genug wurden um alles mit zu bekommen wurden hier tatsächlich noch Nennenswerte Serien geschaut. Ja, selbst vor meiner Zeit mit Familie wurden Serien geschaut. Da standen Monk, Eine himmlische Familie, Ghost Whisperer und Dr. House auf der Agenda. Inzwischen sieht das anders aus. Und Serien haben einen sehr untergeordneten Platz erhalten. Wobei ich aktuell tatsächlich überlege Eine himmlische Familie wieder für uns aufzugreifen.

Spiele

Auch die nehmen derzeit zu. Noah und ich bilden hier oft ein Team gegen Emma. – Bei Mensch ärger dich nicht in der Eisköniginnenversion, zum Beispiel. Ansonsten holen wir das Krokodil mit den Zähnen raus. Ein Spaß wenn es zu schnappt. Oder Klack!. Alternativ dazu wird gepuzzlet. Emma ist unsre Puzzlekönigin.

MAHLZEIT!

Die Frage „Was kochen wir heute?“ haben wir schon in Zeiten vor Corona mit einem Mealplan beantwortet. Das spart Zeit, Geld und mentale Energie.Pluspunkt, Resteverwertung ist kein Thema.

Bestellt:

Wie in anderen Orten vermutlich auch bieten auch bei uns einige Restaurants Abholmöglichkeiten an. Bisher haben wir bei uns in der Stadthalle. Es war wie immer sehr lecker!

Das fehlt gerade im Vorratsschrank:

Wir kommen gut zurecht. Bis auf trocken Hefe bekommt man auch wieder fast alles. So war Ostern auch ein Hefezopf möglich.

HERZSCHMERZ & SELBSTFÜRSORGE

Das vermisse ich am meisten:

Fragt man mich würde ich antworten: meine Freundin. Emma würde vermutlich damit antworten dass sie die Hundeoma und den Opa vermisst. Die hatten wir in diesem Jahr nämlich noch gar nicht gesehen.

Und Noah ist das alles relativ egal. Noch.

Die größten Herausforderungen:

Die größte Herausforderung ist wohl bei all der aktuellen Anspannung und Unsicherheit nicht den Kopf zu verlieren und sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen.

Traurigste Momente:

Der traurigste Moment war wohl der als die Hundeoma und der Opa das langersehnte wiedersehen abgesagt haben, und ich ein Kind so heulend vor mir stehen hatte wie ich es noch nicht hatte bis dahin.

Das hab ich für mich getan:

Den Nachrichtenkonsum eingeschränkt. – Lass uns einen Club gründen Katha, denn zum Anfang der Krise habe auch ich noch jede Meldung mitgenommen und immer mit dem Handy jede Entwicklung verfolgt. Jede Pressekonferenz wurde angesehen. Jetzt kurz vor dem 20. April 2019 ist es wieder so. Aber anders.

Das hab ich für andere getan:

Ganz ehrlich. Noch nichts.
Ich habe keine Idee was wir tun könnten.

ZUM ABSCHLUSS: DANKBARKEIT

Dafür bin ich dankbar:

Glücklicherweise haben wir es gerade noch so vor den Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgeboten geschafft unser Wohnzimmer zu renovieren. Jetzt ist es dort endlich wohnlich und gemütlich. So mag ich es sehr und es lässt sich gut aushalten. Auch Jobtechnisch sind wir glaube ich ganz gut aufgestellt. – Ich bin Zuhause bei den Kindern, halte so meinem Mann den Rücken frei wo und wie ich kann, damit er für seinen Arbeitgeber prinzipiell flexibel verfügbar ist. Und auch bei mir flattern immer wieder ein paar Scentsy-Bestellungen rein.

Ein Kommentar zu „Coronatagebuch || April 2020“

  1. Wie schön, dass du auch mitgemacht hast! Danke für diese Einblicke – und ja, da sieht es bei uns ja ziemlich ähnlich aus.
    Das Spiel mit dem Krokodil ist so witzig 🙂

    Alles Gute für euch weiterhin!

Ich freu mich über Kommentare!

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