Einfach so

Andere schaffen das doch auch.

Es ist 5.45 Uhr. Ich stehe auf, lege das Handy zur Seite. Im Bad mach ich mich fertig für den Tag. Das übliche. Klo, Zähneputzen, Gesichtwaschen, Duschen, Anziehn, Schminken & Haare machen. – Im Handumdrehen ist 7.00 Uhr. Noch ist alles ruhig. Nur unser Kater streift mir um die Beine. Ich gehe in die Küche mache mir eine Tee. Mach erstmal ’ne Pause. Bevor der Alltag seinen lauf nimmt. Während ich trinken fällt mir ein die Neuigkeiten für den Vertrieb zu checken. Nebenbei läuft im Ohr ein Podcast. Keine wichtigen News. Dafür die Kinder die wach sind. Und ein Podcast der nicht fertig gehört ist.

Ich stelle meinen Tee zur Seite. Den kann ich später noch fertig trinken. Jetzt kümmer ich mich um die Kinder. Nach dem ich sie nacheinander ins Bad geschickt habe, gebe ich ihnen saubere & frische Kleidung. Und halte sie an sich anzuziehen. Danach gibts Frühstück. Müsli & Cornflakes. Die Portionen habe ich am Abend vorher vorbereitet. Es muss also nur noch Milch dazu.

Während die Kinder frühstücken mache ich ihre Betten. Danach setze ich mich kurz mit an den Tisch um meinen Tee fertig zu trinken. Fertig gefrühstückt bringen die Kinder ihre leere Schälchen in die Küche. Ich folge und räume das Geschirr in den Geschirrspüler. Stelle noch die Waschmaschine an. Werfe einen Blick in den Kalender. Und beginne meine ToDo’s abzuarbeiten. Zwischendurch liegt die Aufmerksamkeit immer wieder bei den Kindern.

Mein Mann steht auf. Die Wäsche ist auch gleich fertig. Perfektes Timing. Ich gehe ins Schlafzimmer. Mache unser Bett. Mein Mann macht Kaffee. Während wir unseren Kaffee trinken versuchen wir uns zu Unterhalten.

Mein Mann geht ins Kinderzimmer. Die Kinder möchten ein Buch vorgelesen bekommen. Ich hole die Wäsche aus der Waschmaschine. Hänge die Wäsche vom Vortag komplett ab, falte sie, räume weg & hänge frisch gewaschene Wäsche auf. Unser Kater will mit Bällchen spielen. Mein Kaffee wartet am PC auf mich. Da kann ich mich vor dem Mittag noch mal dran setzen. Ist gleich soweit. Ständig werde ich unterbrochen & komme nicht richtig in Fluss um produktiv Beiträge für mein Vertriebsprofil vor zu bereiten. Ein neuer Blogbeitrag wäre auch mal wieder nett. Ich öffne mein WordPress Konto und schließe gleich wieder. Mir will einfach nichts passendes einfallen. Und alles worauf ich Bock hätte benötigt mehr Zeit zum recherchieren. Mein Mann kommt & bittet mich Belege für die Buchhaltung rauszulassen. Unser Kater kommt zum Kuscheln.

Mittagessen macht mein Mann. Inzwischen sind es um die 12.30 Uhr. Ich habe das Gefühl seit dem Aufstehen nichts geschafft zu haben.

Beim Mittagessen bitte ich die Kinder hinterher ihr Zimmer aufzuräumen. Dann können wir über den Nachmittag noch was zusammen machen. Wenn mein Mann dann die Küche soweit wieder in Ordnung hat macht er sich fertig für die Arbeit. Er verlässt das Haus. Die Kinder haben bis lang nicht aufgeräumt. Eines hat Lust auf meine Idee. Das andere nicht. – Ein Blick auf die Uhr. 15.00 Uhr. Noch 45 Minuten und ich bin 10 Stunden wach. In zwei Stunden läuft die Lieblingsserie der Kinder. Wir spielen zusammen & alleine. Malen, Basteln, gehn raus & lesen vor.

16.45 Uhr jetzt wird es aber höchste Eisenbahn aufzuräumen. Dann gibt’s Fernsehn für die Kinder. Und für mich noch mal konzentrierte Arbeit am Bildschirm. Bis ein Kind kommt: Umarmung & Küsschen. Dann muss ich mich auch schon wieder ums Abendbrot kümmern. Fülle die Becher für die Nacht, Decke die Betten auf, räume in der Küche auf & bereite das Frühstück vor. Ist das Abendbrot aufgegessen bringen die Kinder ihr Geschirr in die Küche. Ich räume es in den Geschirrspüler. Danach geht’s ins Bad. Nacheinander aus Klo, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen. Dabei machen wir noch viel Blödsinn.

Ich flechte meiner Tochter noch einen Zopf. Wir sagen uns gute Nacht. Puh, schon wieder 19.45 Uhr. Ich geh ins Schlafzimmer. An den Schreibtisch. Plane noch ein paar Beiträge in der Bussines Suite ein nehme mir dafür vor mir längstens 30 Minten Zeit zu nehmen. Die Zeit vergeht im Flug und schnell ist es 21 Uhr. Ich schalte alles aus. Schaue nach der Wäsche & falte Weg was schon trocken ist. Dann decke ich unser Bett auf. Räume die Kissen auf der Couch zu recht. Gehe ins Bad. Abschminken, Zähneputzen, Klo & Schlafshirt anziehen. Die Tür geht auf und vor mir steht ein Kind: Mama, ich muss noch mal aufs Klo. Mama, können wir morgen … ? Mama, ich vermisse Papa. – Noch die Waschmaschine beladen. Die Spülmaschine ausräumen. Becher für den nächsten Tag bereit stellen.

Ich geh ins Bett. Unser Kater kommt zum kuscheln. Ich habe schon wieder vergessen ihn zu füttern. Bitte ihn um Verzeihung & garantiere ihm dass es mein Manm heute Nacht nach Feierabend macht. Habe sofort ein schlechtes Gewissen. Beiden gegenüber. Ein letzter Blick auf’s Handy. 22.45 Uhr.

In mir denkt es: „Du hast schon wieder nichts richtig geschafft. Du hast null Disziplin. Andere schaffen dass doch auch alles. Und gehen dabei noch arbeiten.“

3 Kommentare zu „Andere schaffen das doch auch.“

    1. Nö, sorgen mach ich mir da nicht mehr. Auch wenn der Beitrag noch neu ist. Der brannte schon länger in dem Fingern. ❤

Ich freu mich über Kommentare!

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