Wenn die Kinder erstmal im Kindergarten sind wird das so gut für dich. Du wirst so viel mehr Zeit für dich haben.
In den letzte Tagen musste ich kurz in mich Lächeln, als ich an diese Worte einer Bekannten dachte. Wie sollte ich bitte mehr Zeit für mich haben? – Sobald wir mit anderen Menschen zusammen leben, und als Eltern Verantwortung für ein Kind tragen, leben wir ein Stück weit in der Fremdbestimmung. Rahmenbedingungen, wie Arbeits- und Betreuungszeiten, die wir akzeptiert haben haben zusätzlichen Einfluss auf uns. Innerhalb des vorgegebenen Rahmens ist Zeit, die wir bewusst nutzen können um unseren Prioritäten gerecht zu werden.

Konkret bedeutet das für mich, morgens aufzuräumen und die Wäsche zu machen. Weil mir ein aufgeräumtes und sauberes Zuhause wichtig ist. Es ist mir aber nicht so wichtig dass ich am Nachmittag wenn die Kinder da sind weiter damit mache, denn dann ist mir wichtiger für die Kinder dazu sein und mit ihnen was sinnvolles zu machen. Dafür darf gerne mal was liegen bleiben.
Zum Lesen, Fotografieren und Schreiben für den Blog oder Instagram brauch ich Ruhe. Das mache ich meistens dann wenn alle Schlafen. Oder keiner da ist. Letzteres ist eher selten der Fall. Will mich in Canva austoben, schnell etwas recherchieren oder die Sims 4 suchten geht das auch dann wenn die Kinder da sind, aber lieber alleine spielen wollen. Dafür brauch ich oft weniger Ruhe.
Habe ich jetzt mehr Zeit für mich? Nein. Und auch ja. – Weil ich meine Prioritäten kenne kann ich mich bewusst und fokussiert auf die Dinge konzentrieren die mir wichtig sind im Alltag. In diesen Momenten nehme ich mir also Zeit für mich. Außerdem wann kann ich keine Zeit mit mir und für mich haben? Ich bin immer mit mir zusammen. So höre ich beim Putzen Podcast oder lasse laut Musik laufen. Natürlich Mietshausskonform mit Knopf im Ohr*.
Die Herausforderung besteht nur noch darin auch wirklich morgens alles in viereinhalb Stunden Zeit zu quetschen.
