Gabi Kremeskötter lädt zur Blogparade ein. Gerne beteilige ich mich daran. Einfach weil ich Blogparaden toll finde. Sie sind eine großartige Möglichkeit zum Vernetzen und können die Reichweite des eigenen Blogs zu erhöhen. Leider gibt es heute kaum noch Blogparaden. Jetzt aber darf ich dir die Geschichte meines Blogs erzählen und warum ich eigentlich schreibe.

Wenn ich mich zurück Erinnere fällt mir sofort mein Notizbuch ein, das ich besaß. Ich muss so 13, 14 oder 15 Jahre alt gewesen sein. Dort sammelte ich Sprüche, Gedichte und Gedanken. Einige selbst geschrieben, andere wollte ich festhalten weil sie damals in meine Gefühlswelt passten. Manchmal klebte ich auf Fotos oder schöne Postkarten in das Buch. Heute habe ich das Buch nicht mehr, aber ich weiß noch wie empört ich darüber war das meine Mama es damals einfach nahm und darin las. Ich meine Privatsphäre, hallo? – Rückblickend würde ich sagen dass dieses unscheinbare schwarze Notizbuch mit roten Ecken sowas wie mein Tagebuch war. Ich liebte es darin zu schreiben. Ganz ohne auf die Rechtschreibung, Zeitformen und Zeichensetzung zu achten. Tatsächlich waren damals meine Lehrer der Meinung dass das eine Schwachstelle von mir sei.
Aber ich blieb dran. Also grundsätzlich am Schreiben. Mit der Zeit widmete ich mich Berichten zu Ereignissen und Events die ich besuchte. Eines war ein Camp der Pfadfinder. – Ja, ich war bei den Pfadfindern. – Bei dem Camp kamen alle Stämme Deutschlands zusammen. Es war gigantisch und so viele Eindrücke mussten erstmal verarbeitet werden. Also schrieb ich meine Gedanken dazu auf. Als das Redaktionsteam der Gemeindezeitung damals einen Bericht von dem Camp veröffentlichen wollte reichte ich auch meinen Text ein. Die Rückmeldungen dazu waren positiv sehr positiv. Allerdings wurde mein Text nicht abgedruckt weil man lieber die jüngeren Teilnehmer zu Wort kommen lassen wollte.

Kleiner Zeitsprung.
Entweder es war 2006 oder 2007, genau weiß ich das nicht mehr. Ich bekam meine erste kleine Digitalkamera zu Weihnachten damit ich im darauffolgenden Sommer im Urlaub in der dominikanische Republik Erinnerungen mit Bildern schaffen konnte. Seit dem ist die Fotografie nicht mehr aus meinem Leben weg zu denken gewesen. Ich habe mit dieser kleinen Kamera sogar erste Portrait aufnahmen von Freunden gemacht. 2009 schrieb ich für das online Magazin eines Theatervereins. So wurden bis Anfang 2011 meine ersten Texte veröffentlicht. Dann musste ich aus gesundheitlichen Gründen pausieren. Allerdings ließen mich auch in dieser Zeit das Schreiben und Fotografieren nicht los. Inzwischen hatte ich auch eine bessere Kamera. Und irgendwann festigte sich bei mir der Gedanke dass es schön wäre meine Bilder einer breiteren Masse zu präsentieren. Nach dem Abwägen verschiedener Möglichkeiten war klar ein eigener Blog muss her.
Here it is. – Okay nicht ganz. Ich fing an mit einem reinen Fotoblog. Mit ein wenig Text zu den Bildern. Das entwickelte sich dahin dass ich über kurz oder lang regelmäßig Anfragen für Portraitfotos hatte. Die machte ich kostenfrei und im Gegenzug durfte ich die Fotos immer im Blog teilen. Mittlerweile wurden auch die Texte wieder länger. Von diesem ersten Blog ist allerdings nichts mehr übrig. Ich mussten ihn wegen der, inzwischen bewusst angebotenen, TFP-Fotoshootings löschen weil ich die Chance auf eine Anstellung in einem Fotostudio hatte. – Tatsächlich ein Traum der wahr wurde, und auf den ich sogar ein bisschen hingearbeitet habe.

Nochmal kleiner Zeitsprung.
Das Fotostudio hat geschlossen. Für immer. Schade. Zum Glück.
Jetzt kann ich wieder Fotos anbieten und mir erneut einen Blog anlegen. An den Erfolg mit den Fotos konnte ich nicht anknüpfen. Aber auf dem neuen Blog ging es um viel mehr. Um alles was das Leben lebenswert macht. Ich habe Rezepte, Gedanken und natürlich weiterhin Fotos.
Mein Blog gehört mir und ich allein entscheide was ich dort schreibe oder nicht. – Das war schon immer mein Motto. Und schreiben konnte ich in meiner Wohnung von überall aus. Entweder saß ich mit Laptop auf der Couch, am Schreibtisch oder in meinem Bett. Am liebsten jedoch am, stets aufgeräumten, Schreibtisch. Als Inspirationsquelle diente mir alles was mir in die quere kam: das Buch welches ich gerade las, den Film den ich angesehen habe, eine Serie, Musik, Gespräche mit Familie, Freunden und Bekannten. Inzwischen bin ich Mama von zwei Kindern, verheiratet und mein Mann arbeitet Nachtschicht. Weshalb ich im Moment ausschließlich Mama und Hausfrau bin. Im Blog teile ich jetzt also Dinge die meinen Alltag ausmachen, Produkte und Bücher die uns glücklich machen. Hin und wieder werde ich persönlicher. Allerdings passe ich hier mittlerweile sehr auf wie viel ich Preis gebe zum Schutz meiner Familie. Manchmal vermisse ich beim Bloggen die Leichtigkeit von damals eher ungefiltert schreiben zu können. Aber vielleicht kommt die ja in den nächsten Jahren zurück.

Liebe Franziska,
lieben Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade!
Ich darf lesen, dass unsere Schreibanfänge sehr ähnlich abliefen: Tagebuch, Notizen zu unseren Gedanken, erste Gedichte.
Und ich freue mich sehr, dass du dran geblieben bist, deine Fotoleidenschaft dazu kam und dein Haupt-Augenmerk bedeutet… verstehe ich sehr gut: Auch bei mir steht die (Hobby-)Fotografie ganz oben!
Vielen lieben Dank für deine Geschichte deines Blogs, ich wünsche dir allzeit eine kreativ-leichte und erfolgreiche Zeit damit!
Wir lesen uns!
Gruß Gabi