Einfach so

Warum ich nicht über meine Grenzen hinaus gehe.

Wer genügend Willenskraft und Disziplin aufbringt der schafft es über seine Grenzen hinauszuwachsen und die Komfortzone, in der es so schön gemütlich ist, zu verlassen. Hinderliche Überzeugungen können mit Glaubenssatzarbeit einfach gelöst werden. Schließlich gehört es heute zum guten Ton über die eigenen Grenzen hinweg zu sehen und zu gehen. Wer nicht unzufrieden ist mit dem was er hat hat keine Ziele mehr im Leben und lässt sich gehen. Der liegt nur Faul auf der Haut und kommt im Leben nicht weiter. Ein Leben ohne Grenzen, ein Leben in unendlicher Weite ist das Versprechen. Wer das nicht erreicht der macht nicht genug. Obwohl, vielleicht will man auch zu viel? Dann muss man sich Hilfe besorgen. Hierfür und dafür. Aufgaben abgeben und aufteilen. Wer nicht abgeben und aufteilen kann der Streicht die Dinge aus der To-Do-Liste. Was trotzdem bleibt ist Unzufriedenheit.

Keine Frage Unzufriedenheit kann einen weiter bringen und dazu beitragen Dinge zu überdenken und zu verändern. Allerdings ist Unzufriedenheit nicht gleich Unzufriedenheit. Eine Unzufriedenheit lässt uns über uns hinauswachsen und Ziele erreichen, mit der anderen stehen wir uns selbst im Weg und wissen nicht so recht was wir mit uns anfangen sollen. Ein Leben ohne Grenzen bedeutet nicht unbedingt auch ein Leben in Freiheit. Grenzenlosigkeit überfordert und stresst. Schlechter Schlaf, falsche Essgewonheiten, Sorgen, Ängste und körperliche Symptome können die Auswirkung sein. Es wird als Fehler oder Schwäche abgetan Grenzen zu haben, und in seiner Komfortzone zu bleiben. Dabei gilt es genau hier genau hinzuschauen mit Achtsamkeit und Wertschätzung. Grenzen sind ein Schutz und wer sie kennt weiß genau um seine Möglichkeiten. Möglichkeiten in denen es Raum für Wachstum ohne Leistungsdruck oder Getrieben sein gibt.

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