13.50 Uhr. Während ich die ersten Zeilen hier Tippe sitzt mir mein Sohn gegenüber und macht Hausaufgaben. „Mama, ist das so richtig?“, ist dabei die meistgehörte Frage während er seine Silben klatscht und dabei hören muss wo sich über all ein P versteckt. Eines war ganz besonders fies. Das kam beim Pflaster auf seinem Arbeitsblatt zusammen mit einem Pf und war nicht richtig hörbar. Bis hier hin war der Tag schon sehr Aufgaben lastig. Nach dem sich ursprünglich ein Handwerker bei uns für heute morgen angekündigt hatte bin ich heute zuhause geblieben und habe mir nichts nennenswertes Vorgenommen. So war der Vormittag gefüllt mit einer Menge Care- und Hausarbeit. Ich habe Kleinigkeiten abgearbeitet und den Euro für das Weihnachtsgeschenk für die Klassenlehrerin unseres Sohnes überwiesen. Gleich nach dem ich schnell die Unterwäsche vom Wäscheständer genommen hatte. Die muss ja nicht offen rumhängen wenn ein Handwerker sich hier umsieht.
Dabei begann der morgen wie gewohnt früh um 5.30 Uhr. Aufstehen, Bett aufschütteln, Trinkflaschen füllen und zusammen mit den Brotdosen in die Schulranzen der Kinder packen. Und dann zum Duschen und selbst fertig machen ins Bad bevor um 6.30 Uhr die Kinder auch aufstehen. Tatsächlich ist heute ein Tag wo mir das nicht gelingt und ich bin noch nicht komplett angezogen als das erste Kind mit „Guten Morgen, Mama.“ vor mir steht. Wir machen also das beste aus der Situation und das Kind geht sein Bett schon mal aufschütteln damit ich mich noch anziehen kann. Auch das andere Kind macht es ihm nach. Zum Zähneputzen kommen wir dann alle wieder im Bad zusammen. Dann heißt es auch für die Kinder anziehen. Anschließend ein kleines Frühstück und los geht es für die beiden in Richtung Schule. Die Straße hinunter schaue ich beiden noch hinter her. Fast die hälfte kann ich von uns aus überblicken. Allzu weit ist der Schulweg zum Glück ja nicht.
Sind die Kinder aus dem Haus startet auch für mich der Tag. Neben der Wäsche hatte ich mir vorgenommen unsere Fenster zu putzen und die ersten Fensterbilder für die Weihnachtszeit anzubringen. Was das angeht habe ich den Anspruch an mich selbst, dass die Weihnachtsdeko bis spätestens zum ersten Advent fertig sein muss. Auch der Weihnachtsbaum wird so früh aufgebaut. So kann ich mit den Kindern bei diversen Weihnachtsfeiern, Plätzchen backend und Weihnachtsfilm schauend die Adventszeit entspannt genießen. – Jedenfalls bin ich mit dem Fensterputzen so weit durch als der Handwerker kommen sollte. Allerdings tauchte der nur kurz auf um zusagen dass sich sein Besuch eigentlich erledigt hatte weil alles was er wissen musste er bereits von einem andern Mieter im Haus erfahren hatte. Die gewonnene Zeit investiere ich in meine Äste von denen jeweils einer im Wohnzimmer und Schlafzimmer im Fenster, mit Anhängern bestückt, hängt. Ich entferne erst die Herbstanhänger, grabe dann die Kiste aus mit den übrigen und suche mir die winterlichen Weihnachtsanhänger heraus um sie danach den Ästen zu befestigen. Ich schaffe gerade so einen Ast zu bestücken als es an der Tür klingelt und die Kinder von der Schule zurück sind.
Mittlerweile stehen auch zwei Wäschekörbe im Schlafzimmer, der eine wartet darauf gefaltet zu werden und der andere wartet darauf aufgehängt zu werden. Aber jetzt muss ich mich erst mal um Mittagessen kümmern. Meine Tochter macht derweil schon Hausaufgaben und zeigt mir stolz ihre erste Mathearbeit. Volle Punktzahl. Ich bin auch stolz. Sie isst schnell etwas und muss dann direkt wieder lost zur AG in der Schule. Ich räume den Tisch ab. Das Geschirr in die Spülmaschine und setze mich mit meinem Sohn an unseren Esstisch… und da sind wir nun. Inzwischen sind es 14.23 Uhr er ist fertig mit den Hausaufgaben und wartet darauf dass ich mit Tippen fertig werde, um gemeinsam lesen zu üben. Ich unterbreche also jetzt und schreibe später weiter …
17.36 Uhr. Abendbrot für die Kinder und mein Mann. Ich kann weiter schreiben. Nach dem wir lesen geübt haben haben wir noch das Steinspiel gespielt. Das spiel endete irgendwann unentschieden, weil wir beide nach einer dreiviertel Stunde die Runde abgebrochen haben. „Mama, du und ich wir sind die Meister in dem Spiel.“ Mein Mann hat in der Zwischenzeit auch Feierabend gemacht und wurde heute Abend zur Küchenkraft erklärt. Spülen, Abendbrot und Brotdosen machen sind heute noch für ihn zu machen. So habe ich die Kapazität mich um die Wäsche zu kümmern, hier zu bloggen und ein Reel für Instagram fertig zu machen. Dort nehme ich gerade an einer 30 Tage 30 Reels Challenge teil. Den Rest des Tages lassen wir so ruhig wie möglich ausklingen.

Ein Kommentar zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag? || November 2024“