Ausflüge

Auf Zeitreise in Köln || Die immersive Titanic Ausstellung

Am vergangen Wochenende waren wir in Köln und haben die immersive Titanic Ausstellung besucht. Bereits im Februar haben wir uns dafür die Tickets besorgt. Nach dem ich Ende auf Instagram von der Ausstellung erfahren hatte dachte ich wir könnten da spontan hin wenn sich bei uns ein freier Samstag ergeben würde. – Pah, war ich naiv! Als ich nämlich mit meinem Mann darüber Sprach an einem der darauf folgenden Wochenenden hin fahren zu wollen schaute ich auch direkt nach verfügbaren Tickets. Zwar hätte man die auch vor Ort spontan kaufen können aber wir wollten nicht mit zwei Kindern denen auf langen Autofahrten schlecht wird umsonst die knapp 120 km nach Köln fahren müssen. Also scrollte ich und scrollte und scrollte bis ich für einen freien Slot eben den 19. April 2025 um 10.30 Uhr fand.

Nach sehr genau zwei Monaten warten und freuen auf unseren Ausflug sind wir am vergangen Samstag um kurz vor 8.00 Uhr hier los gefahren. Mit genug Puffer für ein bis zwei Stopps. Für alle Fälle. Bis her war das unsere weiteste Strecke für ein Ausflug und es reichte uns auf halber Strecke tatsächlich eine kurze Pause. Entsprechend waren wir etwas früher an unserem Zielort und hatten Glück keinen Parkplatz suchen zu müssen weil wir direkt vor der Ausstellungshalle parken konnten. -. Das kostete für zwei Stunden zwar eine Gebühr von drei Euro die wir für Köln aber durchaus vertretbar halten. Zumal wir ganz unkompliziert nachzahlen konnten weil wir doch was länger in der Ausstellung verbrachten und die Parkzeit deutlich überschritten haben. – Dafür ließ sich bereits vor dem Eingang, anhand der Fassadengestaltung, in die Ausstellungshalle erahnen dass uns ein detailreicher Tag mit vielen Eindrücken bevor stehen würde.

Beim Betreten der Halle wurden obligatorisch unsere Tickets kontrolliert und wir erhielten Board-Karten mit den echten Namen von Passgieren und Besatzungsmitgliedern der Titanic. Am Ende der Ausstellung würden wir erfahren ob die Person auf unserer Karte überlebt hat und was möglicherweise aus ihr geworden ist. – Meine Person hat das Unglück leider nicht überlebt. Und genau das macht was mit einem…

In der Ausstellung konnten wir jeden Moment der Titanic vom Bau, über das Ablegen bis zum Untergang detailgetreu miterleben. Tatsächlich fühlte sich die Ausstellung eher wie eine Zeitreise in das frühe zwanzigste Jahrhundert an. Im Krähennest Mitzuerleben wie der Eisberg das Schiff gerammt hat, auch wenn es nur auf Leinwand war und im Rettungsboot sitzend der Titanic beim Sinken zuzusehen hat mich nachdenklich gestimmt. Es war auch sehr ruhig in der Ausstellung, die Infotafeln wurde viel gelesen. Da fiel ich schon auf und wurde angeschaut wie ich hin und wieder den Kindern etwas davon vorlas. – Übrigens wusstest du, dass es wegen eines entlassenen Offiziers keine Schlüssel für den Schrank mit den Ferngläsern trug. Als er von Board ging hat er sie mitgenommen.

Auf der nachgebildeten Schiffsbrücke wurden in den Fenstern die Nachrichten und Eisberge Warnungen eingeblendet. Tatsächlich erhielt die Titanic davon mehrere, aber sie wurden ignoriert und die Titanic für weiter mit hoher Geschwindigkeit. Zum Abschluss sind unsere Tochter noch mal mit der VR-Brille zum Wrack der Titanic runtergetaucht. Aber auch bekannte Teile wie die Tür zum Speisesaal oder die Treppe wurden in der virtuellen Realität gezeigt. Die Stühle darin sahen dabei so echt aus dass meine Tochter sich setzen wollte. – Von außen sah es wahrscheinlich sehr lustig aus. Wenn ich meiner Tochter Dinge gezeigt habe die sie gar nicht sehen konnte weil sie ja nur meinen Kopf und den der anderen Teilnehmer durch die Brille sehen konnte. Mein Mann und unser Sohn wollten mir nicht sagen ob sie lachen mussten als sie uns beobachtet haben.

Ein Chadburn Telegraf || Zur Kommunikation zwischen Brücke eines Schiffes und den Maschinenräumen. William Chadburn entwarf diese Gerät um 1870. Er war zufällig Nachbar von Thomas Ismay, dem Gründer der White Star Line.

Ein Kommentar zu „Auf Zeitreise in Köln || Die immersive Titanic Ausstellung“

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