Der Juli stand ganz im Zeichen der Sommerferien. Dieses Jahr habe ich aber zum ersten Mal die Ferien durchgeplant um die Kinder dauerhaft im Camp Mom zu bespaßen. In der Vergangenheit kam das nicht so gut bei meinen Kindern an, die sich lieber auf ihr freies Spiel konzentrieren wollten. Mit ein paar vorher festgelegten Ferienregeln klappte das im Juni auch ganz gut. Und auch wenn wir keine großen Pläne für die Ferien geschmiedet haben hatten wir durchaus ein paar Dinge auf unserer Ferien Liste. Die wir trotz des nassen und verregneten Wetters gut abhaken konnten so waren wir beim Hoffest, Minigolf und im Kino. Hatten Übernachtungsgäste und Spielbesuche. Spontan ergab sich gemeinsame Kreativzeit. Wir haben Eis zum Frühstück gehabt, der Junge war zum ersten Mal in seinem Leben beim Friseur und wir waren im Kino. – Da lieb ich übrigens das neue Konzept mit Wohnzimmer Feeling.
Job oder Flopp?
Im Juli wurde mir seit langem mal wieder eine Stellenanzeige angespült. Gesucht wurde jemand der im Homeoffice in Teilzeit Grafiken und Bilder für Social Media erstellt. Die gesamte Anzeige las richtig gut. So gut das ich mich beworben hatte. Schon zwei Tage später bekam ich eine Antwort. Man wolle mir vor allen anderen Bewerbern die Position anbieten und würde sich zeitnah mit mehr Infos melden. Noch am selben Tag erhielt ich eine Mail mit weiteren Infos. Beim lesen bin ich aus allen Wolken gefallen. Das Angebot was mir vor lag erinnerte Stark an Direktvertrieb. Da war die Anstellung in Teilzeit kein Thema mehr. Stattdessen ging es plötzlich um freie Mitarbeit und vor beginn um die Zahlung einer höheren dreistelligen Summe um Zugriff auf Schulungsunterlagen und Bildmaterial zu erhalten. Außerdem wurde darin mit einem fünfstelligen Betrag und einer Verschwiegenheitsklausel gedroht wenn man rechtwidrige Inhalte über das Unternehmen veröffentlichen würde. Ich erwähne deswegen nur der Vollständigkeit halber dass ich das Angebot abgelehnt habe. Dabei verwies ich auf mein Angebot Grafikdesign mit Canva und dass man sich gerne melden kann wenn Bedarf an neuen Geschäftsmaterialien besteht.

Ich bin müde.
Du siehst müde aus, hallt es seit dem Geburtstag meiner Mama, Anfang Juni, in mit nach. Und ich fühlte mich damals tatsächlich müder als sonst. Für ein paar Wochen kam ich Samstags erst gegen 9.00 Uhr aus dem Bett. Sonntags, und den Rest der Woche ging es dann wieder. Und ich bin wieder früh aufgestanden. Vielleicht brauchte ich einfach nur diesen einen Tag in der Woche um Schlaf aufzuholen. Trotzdem habe ich mir die Frage gestellt ob ich noch normal müde bin oder nicht. Und ob ich es vielleicht besser bei einem Arzt abklären lassen sollte.

Um es vorweg zu nehmen ich war nicht beim Arzt. Nach dem ich meinen Tag, der um 5.30 Uhr in der früh beginnt und oft erst um 22.00 Uhr am Abend enedet, reflektiert habe bin ich zu dem Ergebnis gekommen dass mein Müdigeitslevel recht normal ist. Mit nur 7,5 Stunden Schlaf. Liege ich ziemlich an der untersten Grenze der allgemeinen Empfehlung von 7-9 Stunden Schlaf für einen Erwachsenen. Hinzu kommt dass ich keine echte Möglichkeit habe das Defizit nennenswert am Wochenende auszugleichen. Während mein Mann Sonntags bis 10.00 Uhr, manchmal länger liegen bleibt bin ich schon lange wach um mich fertig zu machen und die Kinder bei Laune zu halten. Auch Samstags kann ich oft nicht länger als sieben liegen bleiben. Meistens ist dann schon ein Kind wach und mein Mann ist kurz davor aufzustehen um seiner Tätigkeit als Hausmeister nach zu gehen. Dazu wird es am Wochenende ohnehin meistens später mit dem Zubettgehen. Dass dadurch ein Schlafdefizit entsteht und man in dem Zusammenhang immer mal wieder Phasen hat in denen man etwas müder ist als sonst ist so klar wie normal.
Lass los
Manchmal bedeutet Veränderung nicht etwas zu tun sondern etwas los zu lassen. Und darin bin ich ja so gar nicht gut. In meinem Kopf ist Veränderung seit Kindheitstagen damit verbunden mehr zu tun. Ein oft gehörter Satz war damals: „Dann musst du halt mehr tun wenn du dir im dem oder dem Bereich Veränderung wünschst.“ Mehr tun bedeutet leider auch mehr auf der Prioritätenliste Sortieren müssen. Irgendwann steht da so viel drauf dass man Dinge streichen und los lassen muss weil es sonst zu viel wird. Oder es nicht mehr Zielführend ist was man da tut. So habe ich in diesem Jahr mit dem Direktvertrieb abgeschlossen und einiges von der Prioritätenliste runter genommen und beschlossen es später wieder rauf zusetzen wenn wieder mehr Zeit dafür da ist und die Kinder längere Unterrichtstage haben werden. Dann muss ich sie auch wieder ein bisschen mehr los lassen und habe die Hände wieder für anderes frei.
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