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Was machst du eigentlich den ganzen Tag? || November 2025

9.04 Uhr und ich sitze gerade am Laptop neben mir mein Frühstück und eine Tasse Tee. Im Moment besteht mein Frühstück aus einem Rosinenbrötchen und zwei Mandarinen. Irgendwie habe ich da gerade eine Obsession für dies Kombination für entwickelt. Heute habe ich einen kurzen Vormittag. Beide Kinder haben um 11.20 Uhr schon wieder Schulschluss. Kurze Schultage sind für mich immer eine kleine Challenge weil ich mir für den Vormittag immer viel zu viel einplane. Neben dem was ohne hin schon jeden Tag routiniert erledigt wird. Ganz lange dachte ich dann immer dass ich einfach nur zu langsam und zu faul wäre um alles zu schaffen und ich mich noch mehr beeilen und nur fleißiger sein müsste. Es hat länger gedauert bis ich fest gestellt habe dass das eigentlich nur ein Glaubenssatz aus meiner Kindheit ist. Es hat mehrere Jahre gedauert bis ich den los geworden bin und heute weiß ich einfach es geht nicht alles auf einmal. Selbst wenn ich höchst effiziente Abläufe in meinem Alltag und alles bis ins kleinste Detail durchstrukturiert hätte würde nicht.

Lange Rede kurzer Sinn. – Wie sonst auch an Schultagen begann mein Tag schon um 5.30 Uhr mit dem ersten Wecker klingeln und einer Idee für Design was ich unbedingt sofort umsetzen musste. Am Handy in der App. Es gibt echt unbequemere Orte um seine Ideen umzusetzen. Fünfzehn Minuten später war das fertig und zur Freigabe eingereicht. Also bin ich aufgestanden. Klo, Duschen und Anziehen. Dann höre ich auch schon den Wecker im Kinderzimmer klingeln und kurz darauf schleichen zwei verschlafene Kinder ins Bad zum Klo. Im Anschluss machen wir erst mal alle drei zügig unsere Betten, dann bereite ich noch das Frühstück und die Trinkflaschen für die Schule vor. Dann treffen wir uns wieder im Bad. Ich sitze daneben, unterstütze unseren Sohn noch beim Zähneputzen, während unsere Tochter sich schon alleine fertig macht. Während beide sich danach im Kinderzimmer anziehen putze ich meine Zähne, Checke eine Nachricht im Kleinanzeigen Portal. Jemand möchte den Weihnachtspullover kaufen den ich dort angeboten hatte. Die Interessentin und ich tauschen notwendige Daten aus. Unsere Tochter ist mittlerweile fertig angezogen, ich kämme ihr die Haare und schaue bei unserem Sohn dass er warm angezogen ist und richte ihm sein Unterhemd. Während beide Kinder Frühstücken hänge ich ihre Jacken an die Kinderzimmertür und suche einen großen Briefumschlag für den Pullover raus. Ich setzte mich noch kurz zu den Frühstückenden Kindern bevor sie ihre Jacken anziehen müssen und ich sie in die Schule verabschiede. Wie immer winke ich zum Abschied noch aus dem Badezimmerfenster und mache danach meine Haar und schminke mich. Wenn ich dann so komplett fertig bin kümmere ich mich in der Küche um das Frühstücksgeschirr der Kinder, mache mir mein eigenes Frühstück und schreibe mir meine Aufgaben für den Vormittag auf. Dabei steht nach dem Einpacken des Pullovers, bloggen heute ganz oben auf der Liste weshalb ich auch sofort damit beginne…

Kleinigkeiten erledigen, Monatsrückblick beginnen, Mails checken. Lauter Benachrichtigungen über freigegebene Designs. Sehr schön. Die Interessentin für den Pullover hat auch schon bezahlt. Dann kann der vielleicht heute Mittag in die Post. Kurzer Blick auf die Uhr, 10.30 Uhr. Ich sollte mir den Staubsauger nehmen und die Laufwege saugen. Dann klingelt es auch schon an der Tür und beide Kinder sind wieder Zuhause. Erstmal ankommen Schulranzen abstellen, raus aus den Schuhen, Jacken und Jeans und ab in eine gemütliche Hose schlüpfen. Dann geht es auch schon an die Hausaufgaben. Dafür bespreche ich nacheinander mit jedem Kind die heutigen Aufgaben. So sehe ich ob sie verstanden haben was sie in der Schule durch genommen haben und was die Aufgabenstellung der Hausaufgabe ist. Mit einem Kind gilt es zusätzlich die zurück erhaltenen Mathearbeit zu besprechen.

Nach den Hausaufgaben wird es Zeit für Mittagessen. Heute gibt es Grießbrei. Bei der Zubereitung verschätze ich mich erst bei der Milchmenge, dann beim Grieß. Am Ende wurden trotzdem alle satt und übrig blieb auch nichts. Nach dem Essen gibts Arbeitsteilung. Die Kinder dürfen zur Post laufen, den Pullover wegbringen und sich ein Lolli kaufen. Ich räume die Küche auf, wasche dass Geschirr ab und fange an die Wäsche abzuhängen. Die Kinder möchten nach der Post noch mal raus und mit Kindern aus der Nachbarschaft spielen. Ich habe nichts dagegen und wir vereinbaren eine Zeit zu der sie wieder Zuhause sein sollen.

Der Rest des Tages verläuft dann entspannt. Gegen 18.00 Uhr mache ich mich daran die Brotdosen für die Schule vorzubereiten und zaubere den Kindern eine Brotzeit zum Abendbrot. Danach heißt es fertig machen für das Bett, bevor die Kinder noch das Tiermagazin und die Kindernachrichten im Kinderprogramm sehen dürfen. Im Anschluss ist dann auch wirklich Ende und Zeit zum Gute Nacht sagen es sind mittlerweile 20.09 Uhr. Ich räume noch unsere Couch auf und mach ich mich ebenfalls bettfertig. Bevor wir die Lichter aus machen schauen mein Mann und ich noch eine Episode der aktuellen Serie die wir gerade kucken.

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