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Was machst du eigentlich den ganzen Tag? || Februar 2026

Um 5.45 Uhr bin ich heute aufgestanden. Nach dem ich auf Klo war habe ich den Kindern ihre Brotdosen, Trinkflaschen und ihr Frühstück gerichtet. Unterdessen stehen beide auf und schleichen verschlafen ins Bad. Ich greife deshalb tief in die morgendliche Motivationskiste. Zwischen Verständnis für das müde Dasein und Zeitansage mache ich unser Bett und schaffe es mir die Zähne zu putzen und das Gesicht zu waschen. Die morgendliche Dusche verschiebe ich auf später wenn die Kinder das Haus verlassen haben. Ohnehin denke ich darüber nach den morgen zu verändern. Langfristig müssen die Kinder noch früher aufstehen. Unsere große spätestens in zwei Jahr für den längeren Schulweg ab der 5. Klasse. Entweder stehe ich also noch früher auf oder erst mit ihr… Aber das hat noch Zeit und wird sich sicher entwickeln.

Pünktlich um 7.30 Uhr verlassen die Kinder das Haus. Ich winke ihnen zum Abschied noch hinter her und gehe Duschen. Heute inklusive Haare waschen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Fertig angezogen und mit getrocknete Haaren mache ich mir, seit Monaten zum ersten Mal wieder, einen Kaffee mit ordentlich Milchschaum. Zusammen mit meiner Tasse setze ich mich an meinen Laptop. Erst ein wenig Pixelschubsen, dann den nächsten Teil für die 1000 Fragen anlegen und die ersten Fragen beantworten. Kurzer Blick ins Konto und ein Geschenk für den nächsten Kindergeburtstag bestellen.

Jetzt ist erst mal der Haushalt dran. Also Waschmaschine an, Wäsche abhängen und die letzten beiden Wäschekörbe gleich mit weg falten. – Dann klingelt es an der Tür. Das erste Kind ist von der Schule zurück. – Hey, wo bitte ist der Morgen hin? Jetzt steht das übliche an: Kind zuhause begrüßen über den Vormittag in der Schule reden und es daran erinnern die Brotdose und Trinkflasche auszupacken. Dann heißt es ab an die Hausaufgaben. Alles rausholen was benötigt wird und kurz gemeinsam besprechen was getan werden soll. So sehe ich ob das Kind wirklich verstanden hat worum es geht. Dann falte ich weiter Wäsche weg. Das Kind sitzt am Tisch und macht Hausaufgaben. Zwischendurch werden Fragen dazu gestellt und ich erkläre. – Bis es wieder klingelt. Da ist auch schon das zweite Kind. Das erste ist gerade mit den Hausaufgaben fertig geworden. Ich schauen kurz drüber und wiederhole mit dem zweite Kind die Unterhaltung über den Schulvormittag. Brotdose und Trinkflasche auspacken nicht vergessen und dann geht auch das zweite Kind an die Hausaufgaben. Das andere Kind spanne ich zum Helfen mit der Wäsche ein. In Summe sind drei Wäschekörbe voll zum Wegfalten doch ein bisschen viel.

Jetzt gibt es Mittagessen. Salami-Schmand-Brötchen. Das große Kind möchte die Zubereitung übernehmen. Ich lasse sie wissen dass ich dazu komme wenn sie Hilfe benötigt und hänge die Wäsche aus der Waschmaschine auf. Das Kind ruft sie ist sich unsicher wegen der Menge an passierten Tomaten. Ich helfe ihr. Mehr Unterstützung brauchte sie gar nicht und ich ahne dass wir im nächsten Übergang sind. Es wird zwar nicht einfacher werden aber anders und mit mehr Selbstverantwortung und Selbstbestimmung des Kindes. Sie erzählt mir noch dass sie nächste Woche die nächste Mathearbeit schreibt und ich bitte sie den Termin in den Kalender zu schreiben. Dort sehe ich ihn und muss ihn mir nicht merken. Nicht weil ich nicht will sondern weil der Kopf eh schon sehr voll ist. Ganz besonders in Wochen wie diese wo jeder Tag anders ist.

Wir essen. Räumen die Küche auf und hängen die restliche Wäsche auf. Das kleine Kind muss noch seine Lesehausaufgabe machen. 10 Minuten lesen üben. Danach setzen wir uns für ein gemeinsames Spiel vor die Konsole. Dabei verfliegt die Zeit. Zum Glück ist heute Abend nicht viel zu tun. Die Brotdosen sind mit jeweils einer Brötchenhälfte von heute Mittag gefüllt und zum Abendbrot haben wir noch Nudelbecher da. Die Kinder lieben es. Und ich mach es mir so gerne auch einfach.

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