Dass das Bloggen bei mir im Moment auf der Strecke bleibt ist nicht von der Hand zu weisen. Selbst mein liebstes Format 12 von 12 blieb jetzt länger ungebloggt. Man könnte es auf neu geordnete Prioritäten schieben oder eben ehrlich sein. Ich habe das Bloggen nämlich in den letzten Monaten schleifen lassen weil ich hart daran zu knabbern hatte dass mein Leben zwischen Haushalt erledigen am Vormittag und Hausaufgaben begleiten am Nachmittag weit weniger spannend ist als ich erwartet hätte und bei anderen sehe. Selbst meine Kinder sind häufiger bei ihren Freunden auf Parties eingeladen als ich es in den letzten 10 Jahren je war. Dazu hat mich der Vergleich mit anderen, die offensichtlich häufiger unterwegs waren als ich, mürbe gemacht. Denn schon hier liegt der Hase im Pfeffer begraben:
Meine einzige freie Zeit ist am Vormittag die Zeit die die Kinder in der Schule verbringen. Das sind drei bis vier Stunden. Danach bin ich den Rest des Tages vollumfänglich nur für sie da. Hier gibt es keine festen Tage an denen die zwei zu den Großeltern nach der Schule können. Oder die mein Mann am Nachmittag nach seinem Feierabend übernimmt. Wenn ich nicht ab ab 11.30 Uhr, spätestens 12.30 Uhr an langen Schultagen, Zuhause bin ist da niemand der für Mittagessen sorgt und die Hausaufgabenbegleitung übernimmt. Dazu kommt dass wir eher ländlich wohnen, mein Mann unser Auto jeden Tag braucht und trotz dessen dass der öffentliche Nahverkehr ganz akzeptabel ist ist man trotzdem bis in die nächste Stadt ein 45 Minuten unterwegs für eine Strecke.
Mit den Jahren habe ich mich damit abgefunden dass mein Leben eben jetzt erst mal ist wie es ist. Irgendwann wir des anders mit zunehmend Alter und Selbstständigkeit der Kinder. Aber dieses Irgendwann erschien mir gerade in den letzten Monaten sehr lang. Und gleichzeitig brach mir das Hoffen darauf das Mamaherz weil ich die Zeit mit ihnen am Nachmittag so sehr genieße und liebe. Ich musste mich in dem Ganzen Gedankenkarussell erst wieder selbst finden und überlegen was der nächste Schritt ist. Und da bin ich nun… Schon vor Monaten bin ich über den Freitags-Füller auf den Montagstarter von antetanni aufmerksam geworden. Ähnlich wieder Freitags-Füller gibt es hier einen Lückentext zum ausfüllen. Die ganze Zeit wollte ich schon mitmachen und hab es aber immer wieder vergessen. Bis heute. Also auf zum ersten Montagsstrater:
- Mittendrin im Wochenanfangschaos.
- Es ist erstaunlich, dass sich gewisse Aufgaben im Haushalt nicht von selbst erledigen.
- Das Leben ist ein Einziges auf und ab.
- Die Weltmeisterschaft hat ja schon begonnen, fast wäre das an mir vorbei geangen.
- Es gehört zur Weltmeisterschaft dazu, vom eigenen Land die Flagge zeigen.
- Das kam jetzt aber unerwartet.
- Im Kalender steht diese Woche noch gar nichts weil ich auch den vernachlässigt habe in den letzten Monaten für mich zu pflegen, ich habe das zu ändern für diese Woche wieder geplant und dann freue ich mich ein kleines bisschen darauf.

ohh..
es scheint so als hättest du dich im täglichen Hamsterrad etwas selber verloren.. (ich kenn das.. habe 5 Kinder groß gezogen )
aber du solltest nicht nach Anderen schauen
es ist nicht immer alles Gold was glänzt
ich weiß ja nicht wie alt deine Kinder sind aber du schreibst dass sie schon viel bei Freunden sind
da heißt es doch mal den Familienrat zu berufen
nicht still dulden sondern Zeit für dich einfordern
die Kinder brauchen sicher nicht jeden Tag deine Rundumbetreuung
es tut ihnen gut selbstständig etwas zu erledigen
(ich habe eingentlich äußerst selten nach Hausaufgaben geschaut..es war ihr Part.. sie konnten fragen wenn etwas nicht lief)
einen festen Nachmittag oder Abend für dich.. wenn dein Mann dann auch mal für die Kinder da ist
und du fährst ins Kino..hast du eine Freundin die du mitnehmen könntest?
Oder ein Eis essen
auch sonst immer mal kleine Auszeiten nehmen..
ein Buch lesen
eine Handarbeit feritgen
die Kinder können kommen wenn die Hausaufgaben fertig sind und sie dir vorlegen..da musst du ja nicht dabei sitzen
habt ihr einen Garten?
Es gibt eigentlich nichts erbaulicheres als einen Garten zu bestellen ;)
ich wünsche dir etwas mehr Zeit für dich
und auch etwas mehr Wertschätzung deiner selbt
liebe Grüße
Rosi
Danke Rosi für dein ausführlichen Kommentar und die Tipps. Du hast recht ich habe mich selbst sehr im Alltag verloren. Dabei ist es gar nicht das Problem dass die Kinder zuhause noch einen anwesenden Erwachsenen benötigen auch ohne Rundumbetreuung sondern eher die fehlenden Alternativen für mich. – Vielleicht sollten wir das wirklich mal mit einem Familienrat versuchen.