Kenne deine Grenzen, und du weißt um deine Möglichkeiten.
Mein Leben wird fremdbestimmt zum einen durch äußere Rahmenbedingungen, die ich nicht beeinflussen kann, und zum anderen durch meine individuellen Grenzen. Da sind die Schulzeiten der Kinder, die Arbeitszeit meines Mannes und mein eigenes Energielevel. Prinzipiell glaube ich zwar, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will, gut Prioritäten setzen kann und so genügsam ist, dass einem schon kleine Fortschritte reichen. Realistisch betrachtet haben wir alle nur unsere 24 Stunden am Tag. So viele Aufgaben, Erwartungen und Bedürfnisse müssen gleichzeitig gemanagt werden.

Oft sind deshalb die Zeit und der Platz auf der Liste mit unseren Prioritäten knapp. Die Erkenntnis, am Ende doch nicht alles zu schaffen, was wir wollen, trifft hart. Wir können uns davon entmutigen lassen oder einen wertschätzenden und realistischen Blick auf unsere Ressourcen werfen. Nicht, um uns kleinzuhalten oder uns einzuschränken, sondern um Sicherheit und Stabilität innerhalb unserer persönlichen Rahmenbedingungen und Grenzen zu gewinnen. Das hilft dabei, die eigenen Möglichkeiten auszuloten. Wenn wir dann noch aufhören, darauf zu warten, dass uns jemand den Weg ebnet, können wir einfach losgehen, uns ausprobieren und das Leben zu unserem eigenen machen.
Dabei möchte ich mir aber weiterhin die Neugier bewahren, über den eigenen Tellerrand und die eigenen Grenzen hinauszuschauen. Um offen zu bleiben für neue Wege und Möglichkeiten. Ohne mich ständig mit anderen zu vergleichen oder fremde Maßstäbe zu meinen eigenen zu machen.
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