Jedes Kind kann schlafen lernen.
Vielen Eltern lässt dieser Titel eines Buches einen Schauer über den Rücken laufen. Zu recht. Aber darum geht es hier heute nicht, denn ich bin nicht der Typ Mama der seine Kinder mit einer Schreitherapie zum Einschlafen zu bringt.
Jetzt bin ich nun aber nicht, wie sicherlich die wenigsten Eltern, mit Kindern gesegnet die ganz einfach und ganz schnell einschlafen. Also muss ich mir meine Lösung erarbeiten die für uns funktioniert. Mit zwei Kindern, welche lediglich ein Jahr Altersabstand haben und deshalb noch viel Aufmerksamkeit benötigen, gerade wenn es um das Einläuten des Nachtschlafes geht ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Aber seit einiger Zeit halten wir es jetzt so, dass unsere Abendroutine beginnt gegen halb sieben am Abend damit das Baby zu erst fertig zu machen. Das heißt Noah bekommt seine Flasche. Wir räumen das Kinderzimmer auf. Der Schlafanzug wird angezogen und die Windel wird noch mal frisch gemacht. Danach wird er wahlweise in sein Bettchen gelegt, das noch bei uns im Schlafzimmer steht, oder in unser Bett, gelegt. Wenn die Laune sehr bescheiden ist wird es geduldet, dass er auch auf meinem Arm einschläft. Allerdings hängt letzteres auch von der Laune des Tochterkinds ab.
Ist das Baby nun so weit beruhigt, geht es weiter mit einem Abendessen für Emma. Dann geht es Zähneputzen im Bad, im Anschluss ins Kinderzimmer. Dort wird die Windel nochmal frisch gemacht und der Schlafanzug angezogen. Dann darf sie in ihrem Bett schon eine Weile kuscheln, während Mama oder Papa die wieder hervorgekramten Spielsachen weg- und den Wickeltisch aufräumen. In einem aufgeräumten Zimmer schläft es sich nämlich besser, und außerdem sollte der Fußboden frei sein. Ist das dann erledigt, setzt sich einer von uns noch mal mit ihr zum Kuscheln in den Sessel der im Kinderzimmer steht und liest noch eine Geschichte mit ihr. Das ist die Zeit des Tages, die wirklich nur ihr gehört und es tut ihr so richtig gut. Das merke ich immer wieder und funktioniert soweit ganz gut.

Das ganze haben wir jetzt allerdings ein wenig verfeinert. Die Abfolge wie oben ⬆ beschrieben bleibt bestehen. Allerdings schalten wir für Noah ‚weißes Rauschen‘ oder auch ‚white noise‘ ein. Und siehe da die meisten Abende findet er nach kurzer Kuschelzeit auf dem Arm alleine in den Schlaf.
Für Emma gibt es während ihrer Kuschelzeit noch einen ‚Gute-Nacht-Tee‘*. Wir haben den von Sidroga, speziell für Kinder unter anderem mit Melisse und Lavendel. Er scheint nicht nur tatsächlich zu beruhigen, sondern auch zu schmecken. Und Emma schläft damit viel entspannter uns ruhiger ein und durch.
Inzwischen haben wir etwas um die 20 Uhr. Jetzt haben wir als Eltern selbst tatsächlich noch einen Moment um selbst kurz abzuschalten und durchzuatmen. Wenn wir jetzt um etwa neun ebenfalls ins Bett gehen, bekommt das Baby noch eine Milch angerührt mit dem Tee von Sidroga, das auch erst seit ein paar Tagen und er schläft damit durch bis zum nächsten Morgen.
