Einfach so · Mamakram

Zwei Kinder unter zwei

Auf einmal zwei kleine Kinder zuhause zu haben ist eine mittel sehr große Herausforderung. Das Kleinkindmädchen war gerade erst ein Jahr und drei Tage alt als der Babyjunge auf die Welt kam.
Als ich erfuhr, dass wir ein zweites Kind bekommen, war Emma ein Jahr und drei Tage alt. – Nein, das ist kein Tippfehler. Das heißt aber tatsächlich ich war schwanger und habe nichts davon mitbekommen. Aber ich muss dazu sagen, dass das schon geplant war, allerdings nicht so schnell und unvorbereitet.
Noah kam per Kaiserschnitt auf die Welt. Das heißt ich durfte die erste Zeit nicht allzu schwer heben. Ich durfte mein kleines Kind vorerst nicht mehr so oft tragen und hochheben wie ich es gerne wollte.
Doch es hilft alles nicht und wir müssen uns mit der Situation so zurecht finden. Und ich würde sagen dass wir uns doch ganz gut eingelebt haben in das neue Leben als „vier Personen plus Katze Familie“.

Immer wieder werde ich gefragt, wie es denn so läuft mit den beiden. Ganz gut so weit. Einfach ist es aber nicht.
Die Konstellation ist weitaus kräftezehrender als man vermuten möchte und das tägliche Programm ist straff. Nicht nur dass die Bedürfnisse eines Babys und eines Kleinkindes weit auseinander liegen, sondern man ist auch immer im Standby-Modus. Ständig auf Abruf, so fühle ich mich ständig, jetzt da das Tochterkind das Klettern für sich entdeckt hat noch ein wenig mehr als eh schon.
Ganz zu beginn der gut gemeinte Ratschlag, mich doch auch hinzulegen wenn der Babyjunge schläft. Schön und manchmal dringend nötig wäre die Umsetzung gewesen. Machbar hingegen nicht, da gleichzeitig das Tochterkind zu bespaßen und zu beaufsichtigen ist.

Auf der einen Seite das schlechte Gewissen und auf der anderen die Ungeduld.
Und wenn der hungrige Babyjunge aus seinem Schlaf erwacht, meldet sich bei Mama das schlechte Gewissen. Denn auch wenn das Kleinkind schon sehr selbstständig ist, braucht es doch auch noch sehr viel Mama. Und während das Baby seine Milch bei Mama im Arm genießt, wächst beim Töchterchen die Ungeduld, weil das Vorlesen aus dem Lieblingsbuch oder das Spielen mit den Playmobilfiguren wieder einmal warten muss. Oder das Kind stößt sich mal wieder den Kopf und Mama kann nicht sofort trösten weil das Baby noch gewickelt wird. Das sorgt für einen konstant erhöhten Stresspegel.

Aber es gibt durch aus auch Momente die mein Mamaherz dahin schmelzen lassen. Das sind die Momente wenn die große Schwester dem kleinen Bruder versucht den Schnuller zu geben. Oder sie animiert ihn mit den Babyrasseln. Mit denen sie ja gerade noch bis vor kurzem gespielt hat. Oder wenn die große Schwester sich einfach nur an den Babybruder kuschelt.

Ich freu mich über Kommentare!

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