Ab dem ersten Jahr gilt das Baby als Kleinkind.
Damit endet offiziell die Babyzeit und ein wenig hofft man dass es nun einfacher wird. Schließlich isst das Kind schon vollwertig am Familientisch mit und macht schon selbstständig die ersten Schritte. So weit die Theorie. In der Praxis aber birgt das zweite Jahr – also die Zeit ab dem ersten Geburstag die größere Herausforderung. Dagegen sind die ersten, durchaus sehr betreuungsintensiven, Lebensmonate des Babys eine Kleinigkeit.
Das erste Babyjahr steckt voller großartigen ersten Male. Das erste Lächeln, das erste Mal richtig krabbeln, der erste versuch zu stehen, die ersten Schritte. Ein wenig wehmütig und stolz sieht man dem Kind zu, und man ahnt dass es jetzt erst recht aufregend wird. Zu recht! Denn mit wachsender Mobilität des Babys, oder auch des Kleinkindes, wenn es also erst mal krabbeln, laufen oder klettern kann, schnellt das Unfall- und Chaospotenzial hoch. Zack, einen Moment nicht aufgepasst oder nicht schnell genug und man sieht sich mit Hände über dem Kopf zusammenschlagend mit der Frage konfrontiert, wie das schon wieder passieren konnte.

Alles wird ausgeräumt, und verschleppt an alle möglichen Orte. Die kleinen Menschenkinder klettern an allem hoch und auf alles drauf. Tun sie gerade nichts davon sind sie unter Garantie auf dem Arm. So selbstständig sie auch sind, so sehr brauchen sie auch noch Mama und Papa. Und wehe, das geht mal nicht dann wird gejammert. Überhaupt wird mit zunehmendem Verständnis für seine Umwelt und dem wachsenden Wortschatz vehement alles eingefordert was das Kind gerade haben möchte oder braucht. Kann man, oder möchte man, gerade nicht als Eltern so reagieren wird einfach immer lauter geschrien.
Bei uns lautet das Motto da durchhalten.
Wie schön waren doch die Tage wo dem Baby ein einfacher Holzring zum dran lutschen gereicht hat, und man es auf seiner Krabbeldecke liegen lassen konnte um in Ruhe aufs Klo zu huschen. Meistens jedenfalls. Doch auch wenn das zweite Babyjahr weitaus anstrengender und chaotischer erscheint, ist es mindestens genauso schön, spannend und lustig zu gleich.

Ein Kommentar zu „Das verflixte zweite Babyjahr“