Müde, Pipi, kalt. Guten Morgen auch!
5.00 Uhr. Der Wecker klingelt obwohl ich noch gar nicht fertig mit schlafen bin. Er und ich einigen uns dass er fünf Minuten später erneut klingelt um mich aus dem Bett zu werfen. Dann kommt ihm meine Blase zuvor. Ich tapse also total verpennt in unser Bad. Öffne die Tür und setze erstmal wieder ein Schritt zurück. Scheiße, ist das kalt. Um diese Zeit des Jahres entwickelt sich unser Bad zum Kühlschrank. Ich überwinde mich schnell aufs Klo zu gehn. Dann tapse ich zurück ins Bett, um mich mit unserem Kater wach zu kuscheln bevor ich dann um 5.30 Uhr tatsächlich aufstehe, unser Bett mache, die Brotdosen der Kinder in ihre Taschen packe und mich dusche und anziehe für den Tag, und bevor die Kinder um 6.30 Uhr Aufstehen.
Um 8.30 Uhr bin ich wieder vom Kindergarten zurück. Jacke ausziehen und aufhängen. Schuhe ausziehen und auf die Seite stellen. Fenster aufmachen und kurz durchlüften und Ordnung schaffen: Frühstücksgeschirr in die Spülmaschine, Wäsche in die Waschmaschine, Schlafanzüge weg räumen. Zur Belohnung gibt es einen Kaffee mit extra viel Milchschaum und Lebkuchensirup. Stilecht in der Weihnachtstasse. Mit samt meinem Kaffee setze ich mich dann um kurz nach neun an den Schreibtisch und schalte den PC ein. Ich möchte noch ein bisschen an meinem Jahresrückblick schreiben. Allerdings hat der Kater andere Pläne und blockiert die Tastatur. Also erst einmal eine Runde streicheln und spielen. Im Anschluss daran halte ich es doch für Sinnvoller mir vor allem weiteren Tun eine To-Do Liste für den heutigen Vormittag zu schreiben. Nur für den Fall dass ich in den nächsten drei Stunden den Überblick verlieren sollte. – Da fällt mir ein: ich wollte noch den Brotbackautomaten einschalten.
Mamaaaa, kuck mal!
15.44 Uhr. Yeah, mein Mann ist schon zu Hause den schnapp ich mir gleich dann kann der in der Küche die Töpfe vom Mittagessen, die Backform vom Brot und die Brotdosen abtrocknen. Dann könnte ich mit der Wäsche weiter machen. Dazu kam ich noch nicht wieder seit die Kinder zuhause sind. Also eigentlich seit ich los musste um das Kindergartenkind abzuholen das war kurz vor halb eins. Auf dem Weg dorthin habe ich dann noch unser Schulkind eingesammelt. Wieder daheim angekommen heißt es erstmal Schulranzen abstellen, Kindergartenrucksack aufhängen, Jacken und Schuhe ausziehen und auf den Platz räumen.
Während ich für das Mittagessen Nudeln abkoche, eine schnelle Soße im Topf aufwärme, den Tisch decke und die Brotdosen von Resten befreie fangen die Kinder an schon zu spielen. Mamaaaa, kuck mal! wird in der Zeit zum obligatorischen Ausruf. Alles zusammen genommen führt zu einem dezenten brain overload. – Vielleicht zuckt auch deswegen mein Auge gerade so. – Nach dem Mittagessen ist dann vor den Hausaufgaben. Tisch abräumen, alles was in die Spülmaschine kann rein da und der Rest wird gespült. Das nasse Geschirr lass ich erstmal so stehen damit ich mich zu unserem Schulkind setzen kann um sie bei den Hausaufgaben und beim Lesen üben zu unterstützen. Am späteren Nachmittag bekommen wir noch kurzen aber sehr lieben Besuch.
Der Nikolaus war da.
Bei Schulkindern kommt er schon am Vorabend zum Nikolaus. Im letzten Jahr kam er noch früh am morgen des 06. Dezembers. Ich befürchte nur dass unser Schulkind dann dieses Jahr nicht mehr rechtzeitig genug für die Schule aus dem Haus kommen wird. Deshalb hören wir kurz vorm Abendbrot ein Rumpeln und Murmeln im Treppenhaus. Der Nikolaus war da und hat die Stiefel befüllt, die sogleich auch geplündert werden. Es gab bisschen Naschi, ein Buch und was zum Basteln für jeden. Während ich mit den Kindern die Ausbeute näher begutachte kümmert sich mein Mann heute um das Abendbrot. Ich gönne mir jetzt erst Mal ein Radler und werde mich gleich noch um die Brotdosen für morgen früh kümmern und das Frühstück für die Kinder vorbereiten.
Guten Abend. Gute Nacht.
Um kurz vor acht gehen im Kinderzimmer, nach eine kurzen Gute Nachtgeschichte aus dem Adventsbuch, die Lichter aus. Ich geh jetzr erst noch ins Bad und dann werden wir bei einem Weihnachtsfilm vermutlich eindösen. Nicht weil wir ihn nicht mögen würden sondern weil wir einfach müde sind nach fünfzehn Stunden wach.
