Kaum war der Rückblick für Januar verbloggt, war der Februar auch rum. Wir leben in verrückt schnelllebigen Zeiten. Das dringt überall durch. Selbst in dem empfinden wie lange man krank sein darf. Zumindest geht es mir so. Zwei Wochen festsitzenden Husten und Schnupfen mit erhöhter Temperatur auskurieren gelten schon als lange. Vom Umfeld hört man das bestätigt dass ja viele im Moment so lange damit zu tun haben. Ich erinnere mich ein paar Jahre zurück als ich wegen einer Bronchitis krankgeschrieben war. Mein damaliger Arbeitgeber tolerierte noch die erste Woche. Auf eine weitere Woche mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung folgte noch im Krankenstand die Kündigung. Wo bitte ist die Gesellschaft falsch abgebogen dass wir uns nicht mehr erlauben können krank sein zu dürfen? Alles muss möglichst effizient sein. Ausfallzeiten wegen Krankheit dienen nicht der effizient. Wir sind zu einer zu tiefst gehetzten, genervten, gereizten und depressiven Gesellschaft geworden. Die beständig im Vergleich und der Bewertung lebt. Wer lächelnd und entspannt versucht dieses Hamsterrad zu durchbrechen wird komisch angekuckt. Soweit ein paar Gedanken zum Februar in dem wir trotz Erkältung ein bisschen Spaß zur Faschingszeit hatten.
Klemmbausteine und Tomatenherzen zum Valentinstag
Ich liebe Blumen. Leider hielten die in der Vase zuletzt nicht in besonders lange und ließen nach wenigen Tagen die Köpfe hängen. Egal ob sie vom Discounter oder aus der Gärtnerei kamen. Tatsächlich war ich davon etwas genervt. Wenn ich schon Schnittblumen kaufe möchte ich doch wenigstens eine Woche meine Freude daran haben. Klar, eine Garantie für lange Haltbarkeit gibt es nie und es ist definitiv ein Luxusproblem. Es gibt genug Dinge von denen man wirklich genervt sein kann als Blumen mit kurzer Lebensdauer. Lange Rede kurzer Sinn: zum Valentinstag bekam ich wieder Blumen. Allerdings verblüht dieser Wildblumenstrauß* nicht. Die Farben der Blumen leuchten auch so schön und den Kater interessieren die Blüten so wenig dass er noch nicht mal versucht daran zu knabbern. Darüber hinaus gab es sonst nicht viel Entertainment zum Valentinstag. Die Kinder hatten noch Herzen aus Tomaten und Erdbeeren in der Brotdose. Die Nachbarn bekamen ein Herz mit Straßenkreide vor die Garage gemalt.





Vorfrühlingsgefühle
Erste Vorfrühlingsgefühle kamen gleich mit der Sonne Anfang Februar auf. Die Stimmung bei Mensch und Tier war sofort besser. Im Februar waren wir für unsere Verhältnisse also wieder oft draußen, zum Spazieren und auch im Garten, sofern der Zugang nicht von Fahrzeugen blockiert wurde. Zum Glück haben wir ja noch unseren Balkon, hier konnte ich am Morgen auch schon wieder meine Nase in die Sonne halten und den schönen, wolkenlosen Himmel bewundern.



Helau und Alaaf
Das ich für Fasching nicht viel übrig habe ist kein Geheimnis mehr. Allerdings kommt meine Abneigung nicht von ungefähr. Noch im Grundschulalter begann sich diese Abneigung zu entwickeln. Während alle anderen Kinder in den tollsten Verkleidungen kamen fand man für mich meist nichts das gepasst hätte. Übergewichtig war ich nämlich schon immer. Zwar erinnere ich mich daran mal ein Indianer- und ein Prinzessinenkostüm gehabt zu haben, allerdings wurden die im Lauf der Zeit zu klein. Als Kind wächst man. Nur wurden keine Kostüme in neuen Größen besorgt. Tatsächlich ist auch diese jährliche Thema das erste Thema an das ich mich bewusst erinnere bei dem mein Gewicht großes Thema war. Alles war stets zu klein, so die Aussage meiner Mama. Außerdem mochte man nicht so viel Geld ausgeben für ein Kostüm dass man vermutlich im nächsten Jahr nicht mehr verwenden würde.


Inzwischen bin ich selbst Mama. Die Preise für Kinderkostüme variieren in Preis und Qualität. Mein Anspruch dass ein Kostüm für eine Saison halten soll haben die Kostüme erfüllt. Eigentlich sogar übertroffen. Denn bereits im letzten Jahr waren sie als Skye und Chase von der Paw Patrol verkleidet. Wer sich früh genug auf die Suche begibt findet etwas passendes, auch wer last Minute im Angebot des Discounters shoppt kann Glück haben. Keine Ahnung wie das vor 30 Jahren noch war. Vielleicht hätte man auch die Möglichkeiten gehabt so zu kucken und vorauszudenken wie wir es heute für unsere Kinder tun? So bleibt der Spaß für alle auch nicht auf der Strecke.


Aber genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Dieses Jahr war hier nämlich nicht nur Fasching im Kindergarten und der Schule, sondern auch der große Dreierbundumzug hier hin Hadamar. Mit 80 Zugnummern war es wohl einer der größten der letzten Jahre. Wir verbrachten so am Straßenrand fast vier Stunden bis alle Festwagen vorbeigezogen waren. Wir hatten auch wirklich Glück mit dem Wetter. Gemeldet war Regen, der fiel auch aber nur kurz und tröpfchenweise wenig.

Sonst so im Februar 2024
Meine Schwiegermama hat eine neue Wohnung. Wer hier regelmäßig mitliest weiß dass wir schon seit Oktober auf der Suche für sie waren. Der Eigentümer des Hauses in dem sie bis jetzt lebte bekam zwar Miete, führte sie aber nicht entsprechend an die Versorger ab. Infolge dessen wurden Gas für dir Heizung angestellt und der Allgwmeinstrom des Wohnhauses. Im letzten Monatsrückblick habe ich dazu auf einen Beitrag vom hessischen Rundfunk verlinkt.








Was steht an im März?
Im März gilt es, nach dem Umzugswochenende, für alle erstmal wieder fit zu werden. Vorher werden keine größeren Projekte angegangen. Trotzdem werden wir vermutlich schon damit beginnen das Umstellen der Möbel im Kinderzimmer zu Planen. Ansonsten freuen wir uns auf die Osterfeiertag und die Ferien. Die wir hoffentlich mit gesund und mit Sonne voll auskosten können. Wir wollen Eierfärben. Das Highlight zum Stadtjubiläum in diesem Monat mitnehmen. Dann sind auch die Wochenenden schon wieder voll verplant und zu.

Ich glaube das Highlight im Februar war tatsächlich, dass es endlich mal wieder Sonnenstunden gab. Die tun allen gut.
Tatsächlich glaube ich das auch.