Wie jeden Morgen bringe ich zwischen halb acht und acht Uhr unseren Sohn zum Kindergarten. Eigentlich hatte ich danach vor eine kleine Runde spazieren zu gehen. Aber es fing ein leichter Nieselregen an. Deshalb bin ich doch wieder direkt nach Hause und habe mich erst mal um den Haushalt gekümmert. Same procedure as every day: Geschirr in die Spülmaschine, Wäsche einschalten, trockene Wäsche abhängen, Betten aufschütteln …


Danach gab es zum Frühstück eine Tasse Kaffee und ein Stück von unserem Karottenkuchen. Da war nämlich noch ein Rest über von Sonntag. Neben bei arbeite ich an einem Logo weiter. Tatsächlich gab es da eine Anfrage weil es sich rumgesprochen hat dass ich das gut kann. Immerhin kam direkt der erste Entwurf gut an. Design soweit fertig, Waschmaschine auch fertig. Zeit zum Aufhängen bleibt keine mehr denn ich muss unseren Sohn wieder vom Kindergarten abholen. Auf dem Weg dorthin läuft mir unsere Tochter über den Weg. Die möchte aber nicht mehr umdrehen und die paar Meter zum Kindergarten mitgehen. Also bitte ich sie mal eben bei den Nachbarn zu klingeln.



Nach dem Mittagessen heißt es erstmal Küche wieder aufräumen. Während ich das mache darf der Sohn spielen und die Tochter beginnt mit ihren Hausaufgaben. Zum großenteil muss ich nicht mehr permanent daneben sitzen weil sie sie doch schon sehr selbstständig erledigt. Wie gerne würde ich aber mit einem Tee dabei sitzen und die Küche einfach erstmal liegen lassen. Das bringt mir aber nur wenig denn ich muss es ja trotzdem machen. Vor dem Abendbrot und die Wäsche wartet auch noch darauf aufgehängt zu werden.


Inzwischen habe ich auch die Wäsche aufgehängt, die Kinder haben in der Zeit gebastelt und dürfen jetzt Fernsehn. Der Blick auf die Uhr verrät dass nicht viel Zeit für eine Pause bleibt. Ja, es gibt so Tage wo eine Aufgabe der nächsten folgt und ich feststelle, dass ich das so gar nicht möchte. Alles nebenbei und parallel laufen zu lassen. Es ist aber wie es ist und ich hätte es selbst in der Hand gerade am Vormittag. Wie auch immer. Ich beschließe noch die trockene Wäsche zu falten und wegzuräumen. Danach werde ich wohl nahtlos ans Brotdosen befüllen und Abendbrot machen gehen. Schließlich sind es jetzt schon halb sechs. Zeitfenster zwischendurch habe ich bis hierhin aber immer wieder für kurze Kindermomente genutzt: Quatsch machen, eine Umarmung, Hilfestellung oder Kunstwerke bestaunen. Dafür durfte der Kater seinen neuen Schlafplatz im Kinderzimmer begutachten.






Ich finde es ja immer beruhigend zu sehen, dass andere auch einfach mal das Zeug erstmal liegen lassen und nicht immer alles wie aus dem Katalog aussieht. Das hat mehr Charme als alles andere. Wenn ich auf den Wäscheberg schaue, der mich da vorwurfsvoll anschaut…ohje.