In den letzten Wochen habe ich mir einige Gedanken rund um den Blog, und wie es damit weitergehen soll, gemacht. Ob es überhaupt weitergehen soll war dabei die größte Frage. So ein 10 jähriges Blogjubiläum bietet die beste Möglichkeit das persönliche Warum? zu hinterfragen. Nachdem ich jetzt alles abgewogen und jedes für und wider unter die Lupe genommen habe fiel die Entscheidung leicht.
ICH HÖRE AUF ZU BLOGGEN! Ich verabschiede mich nach all den Jahren aus der Blogosphäre. Die erste Zeit wird sicher nicht einfach werden wenn mir der kreative Ausgleich im Alltag fehlt. Dennoch bin ich zu versichtlich dass ich die frei gewordene Zeit gewinnbringend nutzen kann. Nachfolgend habe ich dir meine vier Gründe erläutert warum ich aufhören werde:

- Bloggen ist zu zeitintensiv.
Wer nicht selbst in der Blogosphäre unterwegs ist unterschätzt den Zeitaufwand beim schreiben für Blogartikel erheblich. Zwar blogge ich jetzt schon einige Jahre und eigentlich liebe ich es, aber gerade in den letzten Monaten habe ich gemerkt wie hoch der Zeitaufwand wirklich ist. Gerade wenn man sich ein so ambitioniertes Ziel von einem Blogbeitrag pro Woche gesetzt hat der kein Freitags-Füller, 12 von 12 oder Was machst du eigentlich den ganzen Tag? ist. Von dem einen Gedanken bis zur Veröffentlichung eines Artikels nimmt oft eine Gesamte Woche ein. Dazu das regelmäßige Teilen veröffentlichter Beiträge damit du ihn als Leser überhaupt siehst. Der Gesamtaufwand lohnt sich einfach nicht für das Endergebnis. - Bloggen ist kostenintensiv.
Im Januar habe ich über meine Tools beim Bloggen geschrieben. Hier habe ich noch die Ansicht vertreten dass das Bloggen nicht so sehr ins Geld geht. Aber rechnet man mal alles zusammen kommt da über die Zeit doch einiges an Ausgaben zusammen. - Immer wieder verändern sich Dinge.
Egal ob sich technische Parameter verändern, Algorithmen der Sozialen Medien oder Gesetze irgendetwas ist immer neu. Zwar lernt man auf der eine Seite enorm viel Neues. Zum Beispiel wie man überhaupt einen Blog einrichtet, pflegt und mit Beiträgen füllt. Auf der anderen Seite steht aber auch ständiges weiterbilden und lernen. Wer will das schon? Gerade für mich als Mama, die ab kommendem Sommer zwei Schulpflichtige Kinder bei den Hausaufgaben betreuen muss ist das definitiv zu viel des Guten. - Zu viel Sichtbarkeit.
Wer einen Blog betreibt lebt bis zu einem gewissen Punkt in der Öffentlichkeit. Man ist sichtbar und nicht jeder der in einem Blog mitliest ist ein Mensch mit positiven Absichten. Bilder können zu dem geklaut und in dubiosen Portalen weiter verbreitet werden. Außerdem stehen Familienblogger zu nehmen in der Kritik sie würden sich auf dem Rücken der Kinder bereichern wollen wenn sie über private Dinge der Kinder bloggen.

Wenn du bis hier hin gelesen hast, ein ganz großes Danke für dich und deine Zeit. Und jetzt schau mal in den Kalender. 😉 Wenn du wiklich geglaubt hast ich höre mit dem Bloggen auf muss ich dich enttäuschen. Das hier war nur ein Aprilscherz. In diesem Sinn: April, April!

Habe gerade das Blog entdeckt und gedacht: Wie schade – kaum entdeckt und schon weg. Von daher: Viel Freude beim Weitermachen.
Also ich hab den Titel gelesen und dachte nur „Schade, hab dich doch gerade erst gefunden“ und dabei gehofft, dass es ein Scherz ist. Puuuh…na Gott sei Dank :)
Da hast du mich erwischt! Ich dachte mir „oh wie schade“, konnte dann aber all deine Punkte total verstehen! Alles sehr nachvollziehbar und verständlich, wenn das deine Gründe zum Aufhören wären.
Ich bin froh, dass es nur ein Aprilscherz ist. :)
Liebe Franziska,
ach ich kann dich SOOO gut verstehen… Zeitfresser, Kostenfresser, Sichtbarkeitsbeamer, Konfrontationsproduzent: all das ist echt mies. Ein Blog sollte doch vor allem Spaß machen!Gut, dass du für dich (und die gesamte Blogosphäre) beschlossen hast, DOCH NICHT DARAUF zu verzichten!
Lachende April-Grüße zu dir,
Gabi
:-)