Monatsrückblick

Monatsrückblick || März 2024

Kann mich bitte mal einer kneifen? Es erscheint mir unglaublich dass wir bereits ein Viertel des Jahres hinter uns gelassen haben sollen. Gleichzeitig haben wir aber auch noch drei spannende Viertel vor uns. Selbst wenn wir scheinbar nur banales erleben werden. Denn nur weil wir etwas als banal empfinden muss es für andere nicht so sein. Wenn wir an Erfolg und Berufung denken fallen uns immer die großen Dinge ein: spitzen Positionen im Job, Vorstandsvorsitzender im eigenen Unternehmen, ein eigenes Buch, seine Geschichte auf Bühnen und bei Events teilen, auf Missionsreise und gemeinnützige Projekte unterstützen … Außerdem denken wir meistens auch an ein entsprechend hohes Einkommen. Dabei entstehen auch die großen Erfolge durch kleine Teilschritte. Einige haben mehr Zeit, mehrere Schritte in kürzerer Zeit zu gehen, andere haben weniger Zeit und ein Schritt dauert auch mal länger. Und manchmal geht man zwei, drei Schritte nach vorne um wieder einen zurück zu gehen.

Wie auch immer. Mit dem März kam endlich der Frühling auf den wir solange gewartet haben. Wir haben die Sonnenstrahlen in uns aufgesaugt und waren so oft es ging im Garten. „Mama, wann färben wir Ostereier?“, war die meistgestellte Frage in diesem Monat. Als dann endlich gefärbt wurde lies der Enthusiasmus dann doch merklich nach.  Beim Backen des Karottenkuchens waren aber beide Kinder freudig bei der Sache. Außerdem hatten wir hohen Besuch aus dem Kindergarten.

Müssen Bücher fertig gelesen werden?

Der Frage habe ich mich diesen Monat gestellt. Als ich nach dem ersten Erziehungsratgeber „Mit dem Kopf durch die Wand“* jetzt auch den zweiten „Erziehung mit Liebe und Vision“* nur angelesen weggelegt habe. Beide Bücher wurden mir empfohlen. Das eine im Rahmen eines Elternkurses an dem ich Teilnahm. Das andere von einer Bekannten die es selbst gelesen hatte und es berreichernd fand. Beide Bücher, und auch den länger zurück liegenden Elternkurs, begann ich auf der Suche nach einer Antwort wie die Kinder wohl weniger anstrengend sein würden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl die absolut schlechteste Mutter auf dieser Welt zu sein. Ich hatte das Gefühl nichts und niemandem gerecht zu werden. Immer wieder wurden mir neue Anforderungen zu getragen, die ich offenbar zu erfüllen hatte. Dabei begann alles damit als ich mich an eine Vertraute Person wandt. Wir hatten gerade eine Verlust in der Familie zu verarbeiten, und ich sah wie besonders ein Familienmitglied besonders damit zu tun hatte. Noch kein halbes Jahr vorher kam unser zweites Kind zur Welt. Es fühlte sich zu dem Zeitpunkt unfassbar viel an, auch für mich. In die Rolle als Mutter hinein zu wachsen von zwei Babies. Denn unser erstes Kind war ja auch noch keine eineinhalb. Zusätzlich galt es für den anderen da zu sein und den Verlust zu verarbeiten.

„Mit dem Kopf durch die Wand“ wandert tatsächlich nur angelesen ins Bücherregal.

Eben weil mir alles akut zu viel wandte ich mich ratsuchend an eine vertrauens Person. Ich kam kaum dazu alles auszudprechen was mich bedrückte und das ich mir eine kurze Auszeit wünsche, weil sofort auf mich eingerdet wurde. Meine Kinder und ich seien eine Zumutung für den Rest meiner kleinen Familie. Und ich sollte mich nicht so aufspielen. Schließlich würde mich das alles ja nicht betreffen. In der Hoffnung das betreffende Person nur einen schlechten Tag gehabt hat suchte ich immer wieder wenn ich an meine Belastungsgrenzen kam Rat bei ihr. Immer wieder mit dem gleichen Ergebnis. Praktische Hilfe blieb aus, stattdessen verbale Einschläge auf mich als Mutter und Ehefrau. Die Essenz aus allem war dass ich für alle Bedürfnisse und Aufgaben verantwortlich bin, und zu viel von meinem Mann erwarte. Schließlich soll uns Frauen das Kümmern ja im Blut liegen. In dieser Zeit war auch eine Freundin keine Hilfe. Die kritisierte immer zu wie perfekt es bei uns aussah und dass ich mit meinen Kindern mehr machen solle weil sie beide für unausgelastet hielt. Die Kirsche auf der Sahnehaube bildeten nur noch die Aussagen und Gerüchte eines ehemaligen Freundes der Familie. Die all das implizierten was mir vorher um die Ohren geschmissen wurde.

Wenn alle das sagen dann muss es wohl stimmen: Ich bin der Fehler im System. Das glaubte ich zumindest einige Jahre. Auch als ich an dem Elternkurs teilnahm und begleitend das erste Buch las. Als ich das zweite Buch begann wusste ich zwar schon dass das eine Lüge war der ich aufgesessen bin. Dennoch erhoffte ich mir davon Tipps und Tricks wie ich noch besser meine Kinder begleiten könne. Der Grundton der Bücher lautete dabei gleich, es kommt nur darauf an wie gut deine Beziehung zu deinen Kindern ist. Tatsächlich ist das genau das was ich prinzipiell von Anfang an habe versucht habe zu leben. Beziehung zu meinen Kindern. Sie sehen und verstehen. Alles andere würde sich aus dieser Haltung heraus ergeben. Aus eben diesem Grund konnte ich die Bücher nicht zu fertig lesen. Sie eröffneten mir keine neue Sicht, stützen nicht die Thesen die mir um die Ohren geschlagen wurden. Ich begann zu verstehen dass nicht ich das Problem war sondern diese vielen unwahren Dinge dich über mich ausgesprochen wurden.

Logo Design

Ich liebe es mich in Canva digitial mit bunten Farben und vielen Elementen auszutoben. Nicht jede Grafik erblickt dabei das Licht der Öffentlichkeit. Allerdings ist diese Liebe bei der Erstellung von Auftragsarbeiten eher irrelevant. Deshalb habe ich mich diesen Monat ein wenig eingelesen auf was es bei der Erstellung von Logos ankommt. Wobei es grundsätzlich eine einfache Sache ist Logos mit Canva zu erstellen. Das Programm ist intuitiv mit drag and drop zu bedienen. Trotzdem sollte man sich gerade bei Logos nicht in den Details verlieren. Ein gutes Logo ist ein einfaches Logo, und ohne viel schnick schnack. Im besten Fall ist es in der eigenen Branche auch unverwechselbar. Aber wenn man bestimmte Vorstellungen oder auch Vorgaben hat steht dieser Punkt eher hinten an. Am Ende sollte das Logo wohl aber vor allem eines: gefallen. Dem der es braucht. Mein neues Logo für den Blog gefällt mir. Gerade wegen seiner Einfachheit. Zusätzlich gefällt auch die Erstellte Auftragsarbeit dem Auftraggeber. Noch bin ich unsicher ob ich das grundsätzlich anbieten möchte. Für andere Grafiken in Canva zu erstellen. Was ist meine Zeit wert? Und wie viel habe ich davon überhaupt zur Verfügung? Im Schnitt pro Woche, und mit zwei Schulpflichtigen Kindern ab Ende August.

Kuchen und Canva. 💙
Ferienfieber und Ostern

Endlich Frühlingswetter. Endlich Ferien. Ein paar Tage frei und viel draußen Zeit ohne zeitliche Verpflichtung. Natürlich nur dann wenn das Kindergartenkind lieber zu Hause bleiben möchte als in den Kindergarten zu gehen. Wenn seine Schwester Ferien hat lassen wir ihm die Wahl wo er seinen Vormittag verbringen möchte. So oft hat er die ja nicht mehr bis er im Sommer auch in die Schule kommt. Soweit der Plan, der eigentlich gar keiner ist, für die Ferien. Hätte das Schulkind nicht am ersten Ferientag schon wieder hochgefiebert. Außer der Kopfschmerzen hat sie wohl auch sonst keine Krankheitsanzeichen. Tatsächlich kann ich aber inzwischen an unseren acht Händen abzählen wann wir alle gleichzeitig mal fit waren. Und das nur in diesem Jahr. Ehrlich gesagt hatte ich mir Familienleben in dieser Hinsicht anders vorgestellt.

Immerhin bremste es nicht unsere Osterfreude aus. Wir haben Pompom Kücken und Tulpen Bilder gebastelt, Kreamik Hasen bemalt und Eier gefärbt. Die Ostertage selbst haben wir entspannt verbracht. An Karfreitag haben wir den Livestream der Move Church zusammen als Familie geschaut und das Abendmahl genommen. Passenderweise hatte unser Sohn genau das zum Thema einen Tag zu vor im Kindergarten behandelt. Denn am Ende kommt es bei Ostern nicht auf gefüllte Nester und niedliche Hasen an, es dreht sich alles um die bedeutsamste Geschichte der Menschheit. Ohne Ostern würde die Weihnachtsgeschichte keinen Sinn ergeben. An den Ostertagen feiern und gedenken wir in unserer christlich geprägten Kultur an Jesu Tod und Auferstehung. Damit verbunden auch an Erlösung und Vergebung.

Unsere Tulpen Bilder
Pompom Kücken …
… und bunte Eier.
Gebloggt im März 2024
Sonst so im März 2024
Mit Polly Pocket wurde hier Anfang März noch die Mittelohrentzündung auskuriert.
Sonne satt.
Mit der weltbesten Assistenz …
… die neuen Dufttester** in die Dufttasche sortiert.
Anlassbezogenes Lesen klappt auch beim Spielen von Sims4.
Oder auch beim Backen.
Wenn Wetter und Zeit passten waren wir im Garten.
Der Flieder trägt wieder Knospen.
Auch unser Apfelbäumchen hat wieder Knospen.
So ist es schön. 😉
Grundsätzlich teile ich wenig Serien. Aber die hier sollte man gesehen haben.
Erst schien LandLive, das Event zum 700 jährigen Stadjubiläum, ins Wasser zu fallen.
Dann hörte der Regen auf und wir konnten doch noch ein bisschen was sehen. Hahn und Henne, zum Beispiel. Und Kücken.

Außerdem Kühe und Kälbchen.
Erinnerungsschnipsel. Ostern vor 2 Jahren.
Ein random Selfie aus diesem Monat. Man muss sich selbst doch auch zeigen. Nicht wahr?
Angrillen zu Ostern. 😋

4 Kommentare zu „Monatsrückblick || März 2024“

  1. Ich habe nie solche Ratgeber gelesen. Klar ist man am Anfang etwas überfordert, ich stand auf einmal da mit Zwillingen. Aber ich habe mir viel Rat und Tat bei meiner Oma und Mutter geholt, immerhin haben sie uns auch groß bekommen. Ich denke, solche Bücher setzen einen nur unter Druck. Man muss selber seinen Weg finden. LG Romy

  2. Ich bin ehrlich schockiert von deiner „vertrauten“ Person. Dann war es definitiv nicht die Richtige. Kritik und Offenheit ist eine Sache, aber sie muss dann auch helfen und man gibt doch dann auch Gedanken für eventuelle Lösungen mit? Oder sehe ich das falsch. In dem Fall finde ich es nicht gut, wie sie auf deine Sorgen eingegangen ist und hoffe, dass du dich und deine Familie definitiv nicht als das Problem ansiehst.

    Ansonsten hoffe ich, dass ihr schöne Osterfeiertage hattet.
    Ja, der Frühling hat sich im März gezeigt, aber ich finde, er hätte sich etwas mehr anstrengen können :)

    1. Viel Hilfe oder nützliche Gedanken gab es nie von der Person. Inzwischen kann ich darüber stehen. Und weiß dass wir nicht das Problem sind.

      Ostern war aber tatsächlich schön. Euers auch?

Ich freu mich über Kommentare!

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