Mami sagt Papas haben es leichter.
Sie können nämlich keine Kinder bekommen. Und müssen sich deshalb auch nicht mit der lästigen Übelkeit, dem Schlafmangel und dem andauernden Gerenne zum Klo herumschlagen. Davon abgesehen, so sagt Mami, ist schwanger sein ganz schön anstrengend.
Aber weißt du, Papi, ich finde Mamas haben es eigentlich besser. Ich erkläre dir warum …

Mamas sind von Anfang an dabei, wenn es darum geht Kinder zu bekommen. Sie dürfen vom ersten Augenblick an Verantwortung für einen kleinen Menschen übernehmen. Irgendwann spüren sie auch das neue Leben in sich. Papas werden dieses Gefühl niemals ganz genauso kennen lernen können. Sie wissen nicht wie es ist von Anfang an mit dem Baby zusammen zu sein. So entgeht ihnen fast ein ganzes Jahr Kennenlernzeit. Das ist ungerecht. Vielleicht würde das Papas ja auch gefallen. Vielleicht würden sie sich weniger hilflos fühlen oder unnötig vorkommen. Dabei sind Papas aber gar nicht unnötig. Im Gegenteil. Sie sind sogar sehr wichtig, und ebenfalls von Anfang an dabei.
Papi, weißt du, als ich noch bei der Mami im Bauch war konnte ich dich sprechen hören. Und ich konnte fühlen wenn du Mamis Bauch gestreichelt hast, dann habe ich immer dagegen getreten. Daran kann ich mich sogar noch erinnern.
Außerdem können Papas für die Mama da sein. Und damit auch für das Baby im Bauch.
Sie können die Mama verwöhnen, umarmen und sie bei Kummer trösten. Eltern sind deshalb zwei weil sie ohne einander nicht richtig funktionieren können. Deswegen ist keiner von ihnen unnötig oder muss sich hilflos fühlen.


